Rezension: „Dragon Teeth“ von Michael Crichton

Verlag:  Blessing

Preis: 22,00€

Seiten: 318

ISBN: 978-3-89667-623-8

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Wyoming, 1875: So wie die Erde unter den donnernden Büffelherden des noch wilden Westens bebt, wird die Welt von der Entdeckung einer noch größeren, viel älteren Naturgewalt erschüttert. Fossile Funde belegen: Einst müssen riesige Urzeitwesen die Erde bevölkert haben – die Dinosaurier.

Der lebensgefährliche Wettlauf zweier Wissenschaftler: Nach einer wahren Geschichte ersann Crichton einen seiner ersten Thriller – entstanden 1974 und bislang unveröffentlicht – um Gier, Obsession und den Anfang einer neuen Zeit.

Meine Meinung

Ich bin ein Fan der Jurassic Park Filme (und auch der neuen Jurassic World Filme) und habe auch ganz alte Ausgaben der Bücher zu Hause. Diese wollte ich schon ewig lesen, aber sie haben es bis jetzt noch nicht von meinem SuB geschafft. Das könnte sich allerdings bald ändern. Nun ist zumindest dieses Buch mein erster Crichton geworden.

Der anfangs doch recht unsympathische Protagonist William nimmt aufgrund einer dummen Wette an einer Forschungsreise eines Professors seiner Elitehochschule Yale teil. Aufgrund dessen verschlägt es ihn im Jahr 1875 in den Wilden Westen um Dinosaurierknochen auszugraben. Wir begleiten ihn auf dieser sehr spannenden und erstaunlichen Reise, bei der auch sehr viel schief läuft. Besonders interessant ist hierbei der Wettkampf der beiden Forscher Charles Marsh und Edward Drinker Cope, welchen William hautnah miterlebt und der damalige Wilde Westen mit seinem blutigen Krieg gegen die Stämme der Ureinwohner und dem Goldrausch. Nach leichten Startschwierigkeiten mit den Buch wurde mir William im laufe der Geschichte immer sympathischer und ich hatte es in kürzester Zeit beendet. Die Geschichte hat mich wirklich fasziniert, vor allem auch da das Buch nach wahren Ereignissen ersonnen wurde. Meine Kenntnisse von der amerikanischen Geschichte zu der Zeit sind eher dünn und ich habe alles begeistert aufgesogen. Erstaunlich wie es damals im Wilden Westen zuging und auch der archäologische Aspekt hat mich interessiert. Die Geschichte kam außerdem sehr realistisch rüber, weg von dem typischen Klischee Wilder Westen und war ziemlich brutal und kein so leichter Tobak. Auch hat die Story einige überraschende Wendungen. Man sollte daher am besten gar nicht genauer den Inhalt lesen, sondern sich einfach in die Geschichte stürzen. Das Ende war im Ganzen auch sehr Rund und hat mir gut gefallen.

Auch der Schreibstil hat mir gefallen. Ich habe das Buch mit seinen kurzen Kapiteln sehr schnell weg gelesen und fand vor allem die vorhanden Tagebuchpassagen aus dem Tagebuch des Protagonisten interessant.

Das Ganze ist in einem sehr schicken Hardcover erschienen mit einem Cover, welches einem sofort ins Auge fehlt. Zumindest ging es mir so bei dem Anblick des Dinosaurierschädels mit einem Reiter darauf. Außerdem befinden sich sowohl vorn als auch hinten im Buch Karten mit der Route von Williams und am Ende findet man noch Anmerkungen des Autors zu den wahren Begebenheiten hinter dem Buch. Beides empfand ich beim lesen als sehr praktisch.

Fazit

Insgesamt hat mich der Autor positiv überrascht und die Story wird mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben. Ich habe William gerne auf seiner sehr abenteuerlichen Reise begleitet und freue mich weitere Bücher des Autoren zu lesen. Wer sich für die Thematik interessiert und ein Abenteuer erleben will sollte definitiv mal einen Blick in das Buch werfen.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: „The woman in the window – Was hat sie wirklich gesehen?“ von A. J. Finn

Verlag:  Blanvalet

Preis: 15,00€

Seiten: 541

ISBN: 978-3-7645-0641-4

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert …

Meine Meinung

Ich habe auf der Leipziger Buchmesse dieses Jahr wieder einiges an Leseproben mitgenommen. Darunter war auch eine von diesem Buch, welche ich ziemlich schnell verschlungen habe.

Das Buch beginnt gleich ziemlich interessant. Man lernt Anna kennen, wie sie die Nachbarn beobachtet und was sie sonst so allein in ihrem Haus macht. Denn Anna verlässt ihr Haus nie, aufgrund eines tragischen Ereignisses. Über dieses erfährt man im laufe des Buches auch immer mehr. Somit handelt fast das ganze Buch in Anna´s Haus. Allerdings wird es trotzdem nicht langweilig. Ich fand es unheimlich interessant immer mehr über Anna zu erfahren und sie war mir auch eigentlich ganz sympatisch. Als sie dann mal wieder ihre Nachbarn beobachtet, sieht sie einen Mord, oder vielleicht doch nicht? Im Grunde dreht sich das Buch darum, was Anna nun wirklich gesehen hat. Bildet sie sich alles ein? Manipuliert man sie nur? Was ist wirklich passiert? Die Meisten glauben ihr nicht und auch ich konnte mich während des Lesens nie entscheiden., was nun wirklich passiert ist oder was sie sich vielleicht eingebildet hat. Gerade dieser Punkt hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat auch die Spannung aufrecht gehalten. Außerdem gibt es auch einige unvorhersehbare Wendungen. Leider hat mich das Ende aber etwas enttäuscht, da ich es schon vorher geahnt bzw. richtig erraten hatte. Somit war ich nicht mehr so überrascht und begeistert. Vielleicht lese ich aber auch zu viele Thriller und entwickle da schon einen Riecher für. Außerdem fand ich das sich das Buch in der zweiten Hälfte mal eine zeit lang etwas gezogen hat, weshalb es am Ende doch einige Zeit auf meinem Nachttischchen gelegen hat.

Der Schreibstil ist allerdings durchweg sehr gut und mir haben vor allem die recht kurzen Kapitel sehr gut gefallen.

Das Buch kommt als Klappbroschur und ist sehr schön aufgemacht., passend zum Inhalt. Ich bin ein Fan von Covern, welche auch etwas mit dem Buchinhalt zu tun haben. Öfter greife ich auch mal zu einem Buch, gerade weil mich das Cover neugierig macht. Leider geht irgendwie bei mir ein wenig die Beschichtung/Farbe ab. Das sieht man auf dem Bild auch etwas im unteren Bereich. Dabei habe ich das Buch eigentlich nur zu Hause gelesen und behandel meine Bücher immer wirklich nett.

Fazit

Ein spannender Thriller mit einer wirklich coolen Idee. Allerdings für mich mit kleinen Schwächen. Für Thrillerfans aber auf alle Fälle etwas was man sich anschauen sollte. Lest doch ruhig auch mal in die Leseprobe rein.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Bruderlüge“ von Kristina Ohlsson


Verlag:  Limes

Preis: 14,99€

Seiten: 444

ISBN: 978-3-8090-2667-9

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„Bruderlüge“ ist der zweite Teil der zweiteiligen Thrillerreihe um Martin Benner.

  1. „Schwesterherz“ (Rezension)
  2. „Bruderlüge“

VORSICHT! DA ES SICH UM EINEN FOLGEBAND EINER REIHE HANDELT, KANN DIE REZENSION SPOILER BEZÜGLICH DER VORANGEGANGEN BÄNDE ENTHALTEN.

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung

Nachdem der erste Band doch sehr spannend und interessant geendet hatte, war ich umso neugieriger auf den zweiten. Wie würde diese doch sehr aussichtslos wirkende Story ihr Ende finden?

Es beginnt alles mit einer kleinen gut eingebunden Zusammenfassung von Schwesterherz. Eine sehr gute und hilfreiche Idee. Danach ging es gleich nahtlos weiter mit der eigentlichen Geschichte. Obwohl Martin seine Belle wieder hat, ist er immer noch sehr in die Enge getrieben. Die Story schreitet rasant voran und diesmal fand ich es an keiner Stelle zu langatmig. Es geschehen weitere Morde, die man wieder Martin in die Schuhe schieben will. Außerdem erfährt man so einige interessante Details aus seiner Vergangenheit in Texas. Die dann auch eine wirklich wichtige Rolle am Ende spielen. Ein wenig überraschend fand ich dies jedoch schon, da ich mich an keine Andeutungen in diese Richtung im ersten Teil erinnern kann. Außerdem zweifeln langsam immer mehr Personen an Martin. Auch seine Beziehung zu Lucy wird schwieriger.

Martin Benner ist mir während der ganzen Geschichte immer sympatischer geworden und man fiebert und leidet wirklich mit ihm mit. Außerdem gibt es noch das große Rätsel um die Identität von Luzifer. Schon während des ersten Teils habe ich immer mitgerätselt und eigene Theorien aufgestellt. Das Ende konnte mich dann aber nochmal wirklich überraschen. Auch wenn es gleichzeitig irgendwie ein ziemliches Klischee war (was sogar Martin erwähnt :-D). Insgesamt hatte der Teil wirklich viele überraschende Wendungen und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Weshalb ich das Buch auch in kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Es gab auch wieder Auszüge aus einem Interview mit Martin und einer freien Journalistin. Diese haben mir wieder sehr gut gefallen und dadurch wurde noch mehr Abwechslung und Spannung reingebracht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wie im ersten Band auch sehr gut gefallen.

Passend zum ersten Teil ist auch Bruderlüge in einer schönen Broschur erschienen. Zusammen im Regal sind die Bücher sicherlich sehr schön anzuschauen.

Fazit

Nach den anfänglichen Schwächen hat mich diese kurze Reihe doch überzeugen und mitreißen können. Vor allem der zweite Band war durchgehend spannend. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wie die Reihe überhaupt enden könnte. Die Lage für Martin erscheint aussichtslos. Auch das Ende konnte mich dann nochmal überzeugen. Insgesamt eine tolle kurze Reihe mit einem sehr spannenden Fall. Nach dem ich Martin Benner als Charakter nun doch noch ins Herz geschlossen habe, würde ich mich glatt über weitere Bücher mit ihm freuen.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Rezension: „Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson


Verlag:  Limes

Preis: 14,99€

Seiten: 479

ISBN: 9783809026631

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„Schwesterherz“ ist der erste Teil der zweiteiligen Thrillerreihe um Martin Benner.

  1. „Schwesterherz“
  2. „Bruderlüge“ (Rezension)

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Am Tag, an dem diese Geschichte ihren Anfang nimmt, regnet es. Ein verzweifelter Mann stürmt ins Büro von Martin Benner und bittet den Anwalt, einen Fall zu übernehmen. Den seiner Schwester, einer fünffachen Serienmörderin, bekannt als Sara Texas. Allerdings gibt es einen Haken: Seine Schwester ist längst tot. Und niemand weiß, warum ihr kleiner Sohn seitdem verschwunden ist. Nur wenn dieser aussichtslose Fall erneut aufgerollt wird, kann das Kind gerettet werden. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an…

Meine Meinung

„Schwesterherz“ ist mein erster Thriller von Kristina Ohlsson, welche schon einige weitere Reihen geschrieben hat. Ich habe schon sehr viel gutes von ihren Büchern gehört  und war dementsprechend gespannt auf den Auftakt ihrer Dilogie.

Leider konnte mich das Buch am Anfang gar nicht so richtig fesseln. Martin Benner war mir zu arrogant und unsympathisch. Seine Frauengeschichten und Anbagger-touren fand ich schon fast nervig. Außerdem hat es mir an Spannung gefehlt. Ich fand der Thriller hat ziemlich lange gebraucht um so richtig in fahrt zu kommen. Allgemein hatte ich sehr lange das Gefühl überhaupt keinen Plan zu haben, was hinter all dem stecken könnte. Man tappt sehr im dunkeln umher.

Mit der Zeit konnte ich mich allerdings mit Martin anfreunden und auch die anderen Hauptcharaktere, wie Lucy und Belle fand ich sehr sympatisch. Ich habe außerdem das Gefühl das Martin eine richtige Entwicklung im laufe des Buches durchmacht. Und spätestens als er dann richtig in die ganze Story rein gezogen wird, hatte mich der Thriller gepackt. Es baut sich mit der Zeit eine bedrückendere Atmosphäre auf und ein Gefühl das die Charaktere immer Beobachtet werden. Die Story hatte außerdem einige überraschende Wendungen für mich und einige sehr tragische. Allerdings fand ich auch das die Spannung zwischendurch immer wieder sehr abgeflacht ist.

Etwas skeptisch war ich gegenüber dem Ende. Irgendwie kam man dem ganzen Geheimnis nur sehr langsam näher aber das Ende des Buches war bald erreicht. Zwar handelt es sich um eine Dilogie aber irgendwie erwartet man gegen Ende doch nochmal einen Höhepunkt. Und genau diesen bekam ich auch. Das Ende hat mir wirklich gut gefallen. Es werden einige Fragen geklärt und neue aufgeworfen. Die ganze Richtung in Martins Ermittlungen hat sich noch einmal gewendet.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Abschriften eines Interviews zwischen Martin Benner und einem freien Jornalisten, welche immer mal im Buch zu finden sind. Sie haben Abwechslung reingebracht und waren sehr interessant zu lesen.

Auch klasse fand ich den Schreibstil der Autorin. Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen.

Der Thriller ist in einer schönen Broschur erschienen, mit einem sehr passendem Cover. Der zweite Band  „Bruderlüge“ soll am 13.06.2017 beim Limes Verlag erscheinen.

Fazit

Trotz der Enttäuschung am Anfang konnte mich der Thriller doch noch mitreißen und überzeugen. Mit Martin konnte ich mich dann doch anfreunden und die Geschichte wird auch immer verworrener und spannender. Nach dem richtig gutem Ende freue ich mich auch schon auf den zweiten Teil „Bruderlüge“. Ich bin sehr gespannt wie sich das ganze enträtseln wird.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension „The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“ von JP Delaney


Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 13,00€

Seiten: 399

ISBN: 9783328100997

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Inhaltsangabe (Klappentext)

 Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Meine Meinung

„The Girl Before“ ist mal wieder ein Thriller der mich richtig gefesselt hat. Schon nach den ersten Kapiteln konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Eigentlich hatte ich mir irgendwie etwas anderes bei dem Buch vorgestellt, aber es hat mich sehr positiv überrascht.

Die Story wird abwechseln aus der Sicht von Emma und Jane erzählt. Jeweils ein Kapitel Emma, welche die verstorbene Vormieterin ist und dann wieder ein Kapitel Jane, welche jetzt neu in das Haus ziehen möchte. Durch diesen schnellen wechsel und zum teil sehr kurze Kapitel hat sich der Thriller sehr flüssig gelesen und war immer unheimlich spannend. Man erlebt mit wie beide Frauen sich um das Haus bewerben und dann auch dort einziehen. Ich fand es sehr interessant das man das Leben der beiden sozusagen parallel liest und dadurch mit der Zeit immer mehr Sachen aufgedeckt werden.

Auch  das Haus ist etwas besonderes. Aber das sollte jeder selbst erleben. Ich würde allerdings nicht darin wohnen wollen oder könnte es wahrscheinlich auch gar nicht. Die Regeln wären absolut nichts für mich, aus vielen Gründen. Allgemein werden in dem Thriller auch der Minimalismus und Technik thematisiert.

Natürlich spielt auch der Besitzer und Architekt des Hauses eine große Rolle in dem Thriller. Unheimlich lange konnte ich mich nicht entscheiden, was ich von ihm halten sollte. Er hat unter anderem ein seltsames Auswahlsystem für sein Haus und unheimlich viele Regeln für die Mieter. In dem Buch sind auch immer wieder Fragen aus beispielsweise seinem Fragebogen zu finden. Was ich sehr cool fand und diese Fragen sind auch wirklich eher außergewöhnlich.

Würdest du dich selbst opfern, um zehn unschuldige Fremde zu retten? Was, wenn es zehntausend wären? („The Girl Before“ JP Delaney)

Auch die anderen Personen sind alles andere als einfach zu durchschauen. Emma ging mir irgendwie von Anfang an besonders auf die nerven. Jane hingegen war mir deutlich sympatischer. Trotzdem habe ich beide Sichten sehr gerne gelesen. Beide waren sehr spannend. Allgemein haben alle Charaktere in dem Thriller ziemliche Probleme, was das ganze wirklich interessant macht.

Ich konnte bei dem Thriller wiedermal so richtig miträtseln. Immer wenn ich dachte die Lösung des Rätsels zu haben, wurde ich doch wieder überrascht. Es gab einige Wendungen die ich so nicht erwartet hatte. Auch das Ende war nochmal eine Überraschung und hat mir gut gefallen.

„The Girl Before“ ist in einer hübschen Broschur erschienen mit einem coolen Cover, welches wirklich gut zum Inhalt passt.

Fazit

Ein Thriller der definitiv zu meinen Jahreshighlights dieses Jahr zu zählen ist. Er hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Daher kann ich Fans des Genre dieses Buch meiner Meinung nach absolut empfehlen. Für mich war dieser Thriller mal etwas anders und neues. Ich hoffe daher auf weitere Thriller der Autorin. Außerdem soll bereits eine Verfilmung durch den Regisseur Ron Howard in Planung sein.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.