Rezension: „Vier Farben der Magie“ V. E. Schwab

Verlag:  Tor

Preis: 9,99€

Seiten: 466

ISBN: 978-3-596-29632-3

„Vier Farben der Magie“ ist der erste Teil der Weltenwanderer-Trilogie.

  1. „Vier Farben der Magie“
  2. „Die Verzauberung der Schatten“
  3. „Die Beschwörung des Lichts“

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Stadt London gibt es vier Mal…
Das graue London riecht nach Rauch – und nach einem Hauch von Wahnsinn.
Das weiße stinkt nach Blut, nach einem bitteren magischen Kampf.
Das rote duftet nach Rosen, nach Magie und Lebenslust.
Und über das schwarze schweigt man besser.

Der Magier Kell ist einer der letzten Antari, die zwischen den Welten wandern können. Doch als er unwissentlich ein mächtiges Artefakt in seine Heimat schmuggelt, bricht er damit nicht nur ein ungeschriebenes Gesetz seiner Zunft, sondern gefährdet auch das Gleichgewicht der Welten.

Meine Meinung

Auf diesen Fantasyroman habe ich mich schon sehr lange gefreut. Durch Instagram und Youtube bin ich auf die Autorin und diese Reihe aufmerksam geworden und hätte das Buch schon fast während meiner Londonreise gekauft. Allerdings hat der Tor Verlag die Weltenwanderer-Trilogie auf deutsch angekündigt und ich habe direkt zum Erscheinungstermin zugegriffen. Mit einer Freundin zusammen ging es dann auch gleich ans lesen. Meine Freude wurde allerdings beim lesen etwas gedämpft…

Die Welt im Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Die vier verschiedenen London sind sehr unterschiedlich und wirklich spannend und interessant zu entdecken. Wobei man von einem London in diesem Band noch nicht so viel erfährt. Unser Hauptcharakter Kell ist dabei etwas ganz besonderes, denn er ist ein Antari und damit einer der wenigen die zwischen den unterschiedlichen London reisen können. Kell  ist wirklich interessant und hat mir als Charakter gleich gefallen. Er arbeitet für das Königshaus im roten London und überbringt Nachrichten in die anderen Städte. Außer ihm scheint es nur noch einen weiteren Antari zu geben, welcher für die regierenden Geschwister im weißen London arbeitet. Sein Name ist Holland und ich finde er ist einer der interessantesten Charaktere des Buches. Wieso nur noch diese beiden reisen können, hat etwas mit dem schwarzen London zu tun. Allerdings erfährt man von der ganzen Vorgeschichte noch recht wenig in diesem Band. Kell gerät im laufe seiner Reise an einen Gegenstand aus dem schwarzen London und damit geht die Geschichte dann so richtig los. Leider lässt die Spannung sehr lange auf sich warten. Erst im letzten Drittel haben mich die Wendungen so richtig überrascht und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Bis dahin war die ganze Geschichte nicht schlecht, aber mir hat doch etwas gefehlt. Auch trifft Kell im laufe der Geschichte auf Lila aus dem grauen London, welche ein wirklich nerviger Charakter ist anfangs. Gegen Ende konnte ich sie schon etwas mehr verstehen und leiden. Das hat allerdings wirklich lange gedauert und sie ging mir erst sehr oft auf die Nerven. Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Es war sehr spannend und durchaus tragisch. Allerdings ging der Finale Kampf dann recht schnell und ich denke auch das Kell´s letzte Entscheidung keine besonders gute war. Wer das Buch gelesen hat, kann sich vielleicht denken was ich meine. Insgesamt war es ein durchaus abgeschlossenes Ende und ich hätte mir ein etwas offeneres gewünscht, welches mehr Spannung für den zweiten Teil aufbaut.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen und die Kapitel waren nicht zu lang.

Auch die Ausgabe vom Tor Verlag ist sehr schön geworden. Ich liebe das Cover und das Design der Kapitelanfänge. Allerdings hätte ich eine Broschur schöner gefunden, als nur ein Taschenbuch. Am Ende gibt es im übrigen noch eine kleine Leseprobe des zweiten Bandes „Die Verzauberung der Schatten“, welcher am 23.11.2017 erscheinen soll.

Fazit

Leider hat mir bei dem Buch doch streckenweise die Spannung gefehlt und Lila ging mir sehr auf die Nerven. Das konnte auch die wirklich interessante Welt nicht wieder gut machen. Daher kam ich lange nicht so richtig in die Geschichte rein. Die letzten 1/3 des Buches haben mir dann wiederum ziemlich gut gefallen und ich möchte gerne noch mehr über die Welt erfahren und mich interessiert auch sehr wie es mit einigen Charakteren weiter geht. Daher werde ich mir den zweiten Band auf alle Fälle noch holen. Insgesamt also eine gute Fantasystory aber leider kein Highlight für mich.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Rezension: „Der schwarze Thron – Die Schwestern“ von Kendare Blake


Verlag:  Penhaligon

Preis: 14,99€

Seiten: 447

ISBN: 9783764531447

Link zum Buch

„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ ist der erste Teil der zweiteiligen Fantasyreihe.

  1. „Der schwarze Thron – Die Schwestern“
  2. „Der schwarze Thron – Die Königin“

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Meine Meinung

Ich bin durch Instagram auf das Buch aufmerksam geworden. Auf einmal hatte es jeder gelesen. Als Fantasyfan war ich natürlich sofort interessiert und bin mit doch recht hohen Erwartungen an das Buch gegangen.

Die Story hat mich sofort angesprochen. Drei Schwestern mit sehr unterschiedlichen, aber alles sehr coolen Begabungen, die sich gegenseitig töten sollen um den Thron ihres Reiches zu besteigen.

Anfangs lernt man erst einmal nach einander die Schwestern kennen. Mirabella die Elementwandlerin, Katharine die Giftmischerin und Arsinoe die Naturbegabte sind alles wirklich interessante Charaktere. Allerdings so richtig sympatisch sind mir alle nicht. Aber es ist auch keiner so unsympathisch, das man nicht mit ihm mitfiebern würde. Weiterhin hält die Story auch sehr interessante und tolle Nebencharaktere bereit. Das Buch braucht anfangs ein wenig bis die Story so richtig in fahrt kommt. Allerdings hat mir das gut gefallen. Man lernt alle Charaktere und alle Hintergründe kennen und kann dann so richtig in den wirklich spanenden zweiten Teil einsteigen. Dort erlebt man dann das große Beltanfest und das Jahr des Aufstieges beginnt, in dem sich die Schwestern gegenseitig töten sollen. Vor allem das Ende hat mich nochmal sehr überrascht. Die Story hatte eigentlich alles was ich erwartet habe, Intriegen, Drama und auch Action. Entgegen meiner Befürchtungen hat mich auch die ein oder andere Romanze nicht gestört.

Die Welt im allgemeinen finde ich sehr interessant. Die Insel Fennbirn ist sehr mysteriös mit ihrer Königin, welche meistens Drillinge bekommt. Die dann bei verschiedenen Familien aufwachsen, je nach ihrer Begabung und sich auf ihr Jahr des Aufstieges vorbereiten. Auch gibt es noch einen Rat, der im Grunde regiert und die Priesterinnen. Die Begabungen an sich finde ich auch sehr spannend. Die Naturbegabten können zum Beispiel gut mit Pflanzen und Tieren umgehen. Sie lassen Blumen blühen oder erhalten einen Strauß länger am leben. Außerdem kommt im Laufe ihres Lebens ihr Familiaris zu ihnen. Dies kann jedes mögliche Tier sein und mit diesem besteht dann eine besondere Verbindung. Außerdem gibt es noch weitere Begabungen, wie die seltene Gabe des Krieges. Die Welt außerhalb der Insel wiederum klingt recht normal und die Bewohner können auch nur unter bestimmten Voraussetzungen die Insel überhaupt finden. Ich denke das die Welt noch einige Geheimnisse bereit hält und bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Die Kapitel sind abwechseln aus der Sicht der verschiedenen Schwestern oder ihrer Lager.

Auch die Aufmachung als Broschur mit einer schönen Karte gefällt mir. Besonders finde ich das Cover, welches zusammen mit dem zweiten Teil nebeneinander die komplette Krone darstellt.

Fazit

Mal eine etwas andere Fantasystory mit einer interessanten Welt. Der Anfang ist etwas langsamer und nicht so spannend. Allerdings werden die Charaktere und die Welt sehr gut eingeführt. Gegen Ende wird es dann auch nochmal richtig spannend und nach dem Ende würde ich jetzt am liebsten direkt weiter lesen. Der zweite Teil „Der schwarze Thron – Die Königin“ soll am 25.09.2017 bei Penhaligon erscheinen. Ich wäre übrigens gerne eine Naturbegabte 😉

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

Rezension: „Jenseits der Schatten“ von Brent Weeks


Verlag:  Blanvalet

Preis: 15,00€

Seiten: 699

ISBN: 9783442266302

„Jenseits der Schatten“ ist der dritte Band der Schatten-Trilogie.

  1. Der Weg in die Schatten (Rezension)
  2. Am Rande der Schatten (Rezension)
  3. Jenseits der Schatten

VORSICHT! DA ES SICH UM EINEN FOLGEBAND EINER REIHE HANDELT, KANN DIE REZENSION SPOILER BEZÜGLICH DER VORANGEGANGEN BÄNDE ENTHALTEN.

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eigentlich hat Kylar Stern der verhassten Kunst des Tötens für immer abgeschworen – bis er erkannte, dass sein mörderisches Talent das Einzige ist, was all jene, die er liebt, vor dem Untergang bewahren könnte. Allerdings ahnt der ehemalige Gassenjunge, dass er diesen letzten Auftrag wohl nicht zu Ende bringen kann. Denn die Ermordung einer Göttin übersteigt selbst die Fähigkeiten des besten Assassinen der Welt. Doch tief in seinem Herzen wusste Kylar schon immer, dass sich  sein Schicksal in den Schatten erfüllen würde…

Meine Meinung

„Jenseits der Schatten“ ist der Abschlussband der Schatten-Trilogie und lässt mich mit einem weinendem und einem lachendem Auge zurück. Mit der Zeit hat man die Charaktere sehr lieb gewonnen und hängt an ihnen, so das man eigentlich gar nicht möchte das die Reihe schon zu Ende ist.

Der Band führt die Story des zweiten Buches nahtlos weiter und beinahe direkt nach dem Ende des zweiten Bandes. Man erlebt wiedereinmal den weiteren Werdegang von Logan und Kylar und vielen anderen tollen Charakteren. Man begleitet Logan auf seinem Weg zum König, welchen ich sehr spannend fand. Außerdem natürlich Kylars weiter Weg. Interessant fand ich wie es mit ihm und Vi weiterging und auch mit ihm und Elene. Auch von Solon, Feir und Dorian erfährt man endlich deutlich mehr. Vor allem Dorians Geschichte hat mich fasziniert und sehr bewegt. Er hat sich für mich von einem eher seltsamen und nicht so sympathischen Charakter zu einem meiner Lieblinge entwickelt. Aber ich habe auch sehr mit ihm gelitten… Sehr gefreut hat mich das Durzo wieder aufgetaucht ist und man deutlich mehr über ihn, seine Vergangenheit und allgemein die Geschichte von Midcyru erfährt. Es werden sehr viele Fragen im Bezug auf Curoch, Vergeltung und den Ka´kari geklärt. Man lernt auch die verschiedenen Länder Midcyru und die unterschiedlichen Völker besser kennen.

Am Ende gab es dann eine für Fantasystories, wie ich finde typische große Schlacht. Welche allerdings unheimlich spannend und mitreißen, ist mit vielen verschiedenen Parteien. Die Kämpfe waren auch keinesfalls zu lang. Viel mehr wurde sich auf die Beziehungen, Planung und bestimmte Ereignisse konzentriert. Es war unheimlich toll zu sehen wie alle Personen nach und nach aufeinander getroffen sind und das Ende fand ich sehr gelungen. Ich konnte das Buch die letzten 100 Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war sowohl sehr schön als auch sehr traurig. Es werden nochmal einige Geheimnisse gelüftet, welche ich sehr spannend fand. Vor allem um den Wolf und… den Rest verrate ich lieber mal nicht. Lasst euch überraschen. Gefreut hat mich auch, dass man im Epilog noch einmal kurz erfährt was aus den einzelnen Charakteren wird. Das hat die ganze Sache schön abgerundet und ich liebe so etwas.

Der Schreibstil von Brent Weeks hat mir wieder sehr gut gefallen. Er kann einfach sowohl düstere und brutale, also auch berührende, traurige und romantische Szenen rüberbringen.

Auch der dritte Band ist wieder in einer schönen Broschur erschienen mit einer Karte von Midcyru. Leider passt meine Ausgabe nicht so gut zu den anderen beiden Teilen, weil auf dem Buchrücken im Gegensatz zu den anderen Büchern der Charakter vom Cover nicht noch einmal abgebildet ist. Wahrscheinlich eine Kleinigkeit, aber mich stört es immer ein wenig, wenn die Bücher einer Reihe nicht perfekt zusammen passen.

Fazit

Ein toller Abschluss einer sehr guten und düsteren Fantasyreihe. Am meisten begeistert haben mich wirklich Brent Weeks Charaktere. Der Abschied von ihnen ist mir unheimlich schwer gefallen. Im Interview, das im ersten Band der Reihe veröffentlicht  ist, meint Brent Weeks das er die Welt von Midcyru noch einmal besuchen wird. Ich würde mich auf alle Fälle sehr darüber freuen. Abschließend kann ich die Reihe nur empfehlen und freue mich schon auf seine nächste Reihe. Der erste Band davon steht schon bei mir im Regal.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension: „Am Rande der Schatten“ von Brent Weeks


Verlag:  Blanvalet

Preis: 15,00€

Seiten: 698

ISBN: 9783442266296

„Am Rande der Schatten“ ist der zweite Band der Schatten-Trilogie.

  1. Der Weg in die Schatten (Rezension)
  2. Am Rande der Schatten
  3. Jenseits der Schatten (Rezension)

Vorsicht! Da es sich um einen Folgeband einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler bezüglich der vorangegangen Bände enthalten.

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Ausbildung zum Meuchelmörder hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Kylar als überaus schmerzhaft erwiesen. Schließlich sind sowohl sein einstiger Lehrer Durzo Blint als auch sein bester Freund Logan den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen. Daher ist es kein Wunder, dass Kylar seiner Profession den Rücken gekehrt hat. Doch dann hört er das Gerücht, dass Logan noch am Leben sein soll. Und so muss sich der ehemalige Blutjunge der Frage stellen, ob die Schatten einen jemals wieder loslassen, wenn man sich erst einmal in sie hineinbegeben hat …

Meine Meinung

Der zweite Band schließt nahtlos an den Ersten an und es ist auch nicht viel Zeit vergangen. Dadurch bin ich sofort wieder in der Story drin gewesen.

Kylar möchte sein Blutjungenleben aufgeben und geht mit Elene und Uly eigene Wege. Allerdings erfährt man trotzdem wie es mit Cenaria unter der Besetzung der Khalidori weiter geht. Ich fand es unheimlich spannend zu lesen, wie sich die Cenariaer wiedersetzen und wie extrem eigentlich die Khalidori sind. Man erfährt einiges über ihre Sitten und ihren Glauben. Hier gab es einige Überraschungen für mich. Auch den Gottkönig lernt man kennen und er ist wirklich ein gruseliger Charakter, wenn auch durchaus interessant.

Die Story mit Kylar und Elene hat mich allerdings teilweise etwas genervt und war weniger spannend. Elene gehört nicht wirklich zu meinen Lieblingscharakteren. Sie nervt mich meist ziemlich. Allerdings fand ich die Entwicklung von Kylar sehr interessant, wie er unter anderem mehr über seine Magi lernt und sein innerer Kampf mit sich selbst. Sehr bewegend war, wie sehr er doch seinen Meister vermisst. Über Durzo Blint erfährt man auch einiges mehr in diesem Band.

Wie es hingegen mit Logan weiter geht war sehr spannend und auch bewegend. Im ersten Band fand ich ihn eher uninteressant aber mittlerweile kann ich ihn mir gut als König vorstellen. Er macht eine ziemliche Entwicklung durch. Ein weiter überraschender Charakter der eine größere Rolle spielt ist Vi, der weibliche Blutjunge von Cenaria. Allerdings kann ich sie nicht wirklich ausstehen… Auch frage ich mich immer noch was diese drei Freunde Dorian, Solon und Feir für eine Rolle spielen. Man trifft sie immer mal an aber ihre Wege sind eher unergründlich für mich.

Leider musste ich mich auch in diesem Band wieder von lieb gewonnen Charakteren verabschieden und war oft wirklich geschockt und überrumpelt. Insgesamt steigert sich die Spannung ab etwa der Hälfte wieder sehr und das Ende hat mich überrascht und sehr gefreut.

Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen. Der Autor kann einfach richtig gut eine düstere Atmosphäre schaffen und einen sowohl schockieren als auch berühren. Allerdings sollte man bei dieser Reihe als Leser nicht zart besaitet sein.

Das Buch ist wie der erste Band auch eine Broschur, was mir sehr gut gefällt und passt perfekt zum ersten Teil in mein Regal. In den Innenseiten sind wieder Karten von Midcyr enthalten.

Fazit

Eine tolle Fortsetzung. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht diesen Teil zu lesen und er steht dem ersten Teil in Sachen Spannung und Ende in nichts nach. Ich war des öfteren Überrascht, schockiert, glücklich, traurig oder habe mitgefiebert. Einzig der Teil mit Kylar und Elene war etwas langweiliger und hat mich auch etwas genervt. Ich freue mich jetzt sehr auf den letzten und dritten Teil der Reihe.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension: „Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks

Verlag:  Blanvalet

Preis: 16,00€

Seiten: 703

ISBN: 978-3442266289

„Der Weg in die Schatten“ ist der erste Band der Schatten-Trilogie.

  1. Der Weg in die Schatten
  2. Am Rande der Schatten (Rezension)
  3. Jenseits der Schatten (Rezension)

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …

Meine Meinung

Die Schatten-Triologie von Brent Weeks ist eine Darkfantasy-Reihe und beginnt schon sehr düster und brutal. Ich kam gut in das Buch rein und war sofort gefesselt von der Erzählung um Azoths Kindheit und wie er an Durzo Blint geraten ist. Man begleitet Azoth von klein auf und er war mir auch sofort sympatisch, wie auch seine Freunde Jarl und das Puppenmädchen. Im laufe des Buches muss Azoth schreckliche Dinge durchmachen und man leidet mit ihm. Allgemein ist das Buch nichts für schwache nerven. Die Welt ist äußerst brutal und rücksichtslos. Auch schreckt Brent Weeks nicht davor zurück einige seiner Charaktere sterben zu lassen. Öfter  hat es mir wirklich das Herz zerrissen 😦 Viele seiner Charaktere lassen sich nicht einfach in Schwarz und Weiß oder Gut und Böse unterteilen (es gibt allerdings auch wirklich widerwertige und schreckliche Charaktere…). Man lernt sie und ihre Beweggründe mit der Zeit immer besser kennen. Durzo Blint ist zum Beispiel so ein geheimnisvoller Charakter und ich wusste nie so richtig was ich von ihm halten sollte. Irgendwie hat er sich aber trotzdem zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Auch Azoth ist bei weitem kein Held. Seine Entwicklung im Laufe des Buches finde ich sehr interessant und ich bin gespannt wie es mit ihm weiter geht. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl nicht ganz durchzublicken wo die Geschichte hingehen soll. Der rote Faden hat mir da etwas gefehlt und die Spannung blieb dadurch nicht ganz aufrecht. Allerdings eskaliert es ab etwa der Hälfte des Buches auf einmal sehr und wurde wieder unheimlich spannend und mitreißend. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war vom Ende sowohl schockiert als auch begeistert. Natürlich musste dann auch sofort der zweite Band gekauft werden.

Der Schreibstil von Brent Weeks hat mir durchweg sehr gut gefallen. Er schafft es unheimlich gut eine wirklich düstere Stimmung und glaubwürdige Charaktere einzufangen. Ich habe mit den Charakteren gehofft, getrauert und gekämpft. Auch bekommt man nie die vollen Informationen und ist immer am miträtseln und zweifeln und am Ende war ich dann oft überrascht oder gar geschockt.

Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Ich bin sowieso ein Fan von Broschuren und hier findet sich auf der Innenseite (vorne und hinten) jeweils noch eine Karte der Welt Midcyru. Die ersten Seiten und die Kapitelanfänge sind auch mit sehr coolen Nebelschleiern,wie auch auf dem Cover zu sehen sind gestaltet. Außerdem ist hinten noch ein Interview mit dem Autor enthalten, welches mir gut gefallen hat.

Fazit

Eine toller Auftakt zu einer Darkfantasy-Triologie. Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände. Trotz das ich zwischendurch das Gefühl hatte die Spannung sei etwas raus, hat mich das Buch insgesamt sehr begeistert und mir schlaflose Nächte bereitet. Ich würde das Buch jedem Fantasyfan empfehlen, der auch mit einer düsteren und brutalen Welt klar kommt. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht 🙂

Bewertung: 4 von 5 Sterne