Rezension: „Die Stadt des Affengottes“ von Douglas Preston

Verlag: DVA

Preis: 20,00€

Seiten: 368

ISBN: 978-3-421-04757-1

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Inhaltsangabe (Klappentext)

Schon seit dem 16. Jahrhundert gibt es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Der Legende nach ruht ein Fluch auf ihr. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte – und scheiterten ein ums andere Mal. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, fördert die gänzlich überwucherten Reste einer bis dahin unbekannten archäologischen Stätte zutage. Um sie vor Ort zu untersuchen, muss man sich beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Bestsellerautor Douglas Preston hat sich zusammen mit einer archäoloischen Expedition auf die Spuren der sagenumwobenen Stadt begeben. Er kämpft gegen sintflutartigen Regen, bissigen Insekten, giftige Schlangen und die dichte Vegetation – und fand tatsächlich eindrucksvolle Relikte einer untergegangenen Zivilisation. Aber auch er zahlte am Ende einen hohen Preis.

Meine Meinung

Dieses mal kein Roman sondern ein Sachbuch, eine wahre Geschichte. Den Autoren habe ich dieses Jahr durch die tolle Agent Pendergast Reihe kennengelernt, welche er zusammen mit Lincoln Child schreibt. Außerdem klang der Titel gleich ein wenig nach einer wahren Indianer Jones Geschichte und auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Deshalb konnte ich nicht widerstehen und auf ging es in die La Mosquitia.

Dies ist eine noch sehr unerkundete Bergregion im Osten von Honduras, in welcher die Weiße Stadt und eine noch sehr unbekannte frühere Kultur verborgen sein soll. Gleich zu Anfang geht es interessant los mit dem ersten Treffen aller Expeditionsteilnehmer, kurz bevor es in den dichten und unbekannten Dschungel von Honduras geht. Der Autor erzählt allerdings nicht nur allein von dieser Expedition. Vielmehr beginnt er damit die ganze Geschichte rund um die Weiße Stadt zu erzählen, von den verschiedensten Gerüchten, von früheren Expeditionen und vieles mehr. Außerdem auch wie er auf die ganze Sache gestoßen ist und am Ende Mitglied der Expedition wurde. Er berichtet von der Suche bis hin zur ersten Expedition im Urwald, deren Entdeckungen und den Folgen und vieles mehr. Das alles immer sehr interessant und spannend. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und war sehr fasziniert, begeistert aber auch erschrocken. Ich hatte vorher so gut wie keine Ahnung von solchen Expeditionen oder Entdeckungen und habe eine Menge interessanter Sachen erfahren. Es ist als würde man zusammen mit dem Autoren die Geschichte um die Entdeckung der Stadt des Affengottes erleben. Das Buch ist gefühlt mit Informationen und hat mir wirklich Spaß gemacht.

Douglas Preston schreibt sehr gut verständlich und locker leicht. Das ganze hat sich im Grunde so flüssig wie ein Roman gelesen. Es gibt einige witzige Stellen aber auch viele ernste und erschreckende. Außerdem baut der Autor auch immer mal wieder Randnotizen zur Erklärung ein. Das ganze ist wirklich für Leihen geschrieben und ich hatte nie Probleme.

Die Aufmachung ist auch sehr schön. Ein schickes Hardcover mit wirklich toller Kapitelgestaltung und einigen farbigen Abbildungen. Die ich wirklich sehr toll fand. Denn nach den ganzen interessanten Beschreibungen will man den Dschungel, die Objekte und alles gerne auch einmal sehen.

Fazit

Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Ich würde es jedem empfehlen der sich für die Thematik interessiert oder begeistern kann. Man lernt definitiv einiges und es wird nie langweilig. Wirklich ein bisschen wie eine wahre Indianer Jones Geschichte. Auch im 21. Jahrhundert gibt es noch tolle Sachen zu entdecken.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Vielen Dank an DVA für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: „Origin“ von Dan Brown

Verlag: Bastei Lübbe

Preis: 28,00€

Seiten: 670

ISBN: 978-3-431-03999-3

„Origin“ ist der fünfte Teil der Robert Langdon Reihe von Dan Brown

  1. Illuminati
  2. Sakrileg
  3. Das verlorene Symbol
  4. Inferno
  5. Origin

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.

Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Meinung

Ich bin ein großer Dan Brown Fan seit „Sakrileg“. Deshalb musste auch der neue Band seiner Robert Langdon Reihe gleich bei mir einziehen. Die Erwartungen waren natürlich groß. Aber ich wurde nicht enttäuscht.

Der ehemalige Student von Robert und mittlerweile erfolgreiche Zukunftsforscher Edmond Kirsch lädt ihn zu seiner Präsentation ein. In dieser will Kirsch einige der wichtigsten Fragen der Menschheit klären. Doch es läuft so einiges schief und am Ende liegt es wieder einmal an Robert Langdon und der Direktorin vom Guggenheim Museum Ambra Vidal das Rätsel zu lösen und die Präsentation zu veröffentlichen.

Es gab wieder viele interessante Orte zu entdecken. Ich hab mehr als einmal nach Bildern oder noch mehr Informationen gegoogelt. Vor allem alles von Gaudi geschaffene, hat mich begeistert und ist definitiv auf meiner Liste der Sachen, die ich noch sehen möchte gelandet. Man lernt so einiges über bekannte Leute, Bauwerke und vieles mehr im neuen Roman. Ein Aspekt der mir immer sehr gut bei Dan Brown`s Büchern gefällt.

Auch die Verschwörungsgeschichte insgesamt war sehr spannend. Ich hab immer begeistert mitgerätselt und am Ende kam doch alles etwas anders, als ich zuerst erwartet hatte. Hier möchte ich aber auf keinen Fall zuviel verraten. Nur kam es mir diesmal so vor, als gäbe es ein paar weniger Rätsel für Robert. Ich liebe es mitzurätseln und am Ende eine faszinierende Lösung von Robert präsentiert zu bekommen. Das Ende und vor allem die Präsentation haben mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere haben mir insgesamt ziemlich gut gefallen. Robert Langdon mag ich seit dem ersten Buch, das ich mit ihm gelesen habe. Aber auch Ambra Vidal war sehr sympatisch und interessant. Außerdem spielt auch die spanische Königsfamilie eine Rolle und einige andere interessante Personen. Vor allem eine Person mit dem Namen Winston fand ich richtig toll. Allerdings ist dies wieder ein Punkt zu dem ich nicht mehr verraten will.

Das Buch hat sich, durch die teilweise sehr kurzen Kapitel, sehr schnell lesen lassen und der Schreibstil hat mir auch wieder sehr gut gefallen.

Die Aufmachung des Buches ist wirklich schön geworden. Ein tolles Cover und natürlich eine hardcover Ausgabe. Einige Bücher haben auch noch eine versteckte geheime Botschaft. Fotografiert doch mal euer Buch mit Blitz.

Fazit

Nicht der beste Band der Robert Langdon Reihe, aber definitiv ein tolle Fortsetzung. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht diesen Teil zu lesen. Leider heißt es jetzt einige Zeit warten auf den nächsten. Ich würde mich auf alle Fälle über eine Verfilmung von „Origin“ freuen. Eine Empfehlung für alle die Dan Brown´s Bücher mögen oder allgemein gerne von Verschwörungen und Rätseln lesen. Man kann die Teile der Reihe im übrigen auch problemlos einzeln lesen. Sie beinhalten jeweils eine abgeschlossene Story und müssen nicht in der genauen Reihenfolge gelesen werden.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension: „Mein dunkles Herz“ von Jorge Galán

Verlag: Penguin Verlag

Preis: 10,00€

Seiten: 219

ISBN: 978-3-328-10100-0

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Geschichte einer Liebe, so alt wie die Menschheit

Im Hinterzimmer eines Hauses, das sich langsam mit den Schatten der Vergangenheit füllt, erzählt Magdalena ihrem Enkel die Geschichte ihrer Familie, die Geschichte eines Jahrhunderts. Sie erzählt von dem Fluch, der ihr Leben geprägt hat, und wie sie ihren Mann Vicente, der auf wundersame Weise gezeugt wurde, auf ebenso wundersame Weise kennenlernte. Es ist die Geschichte einer intensiven Liebe, die viele Jahre später an einer großen Tragödie zerbricht…

Meine Meinung

Ein Enkel bekommt von seiner Großmutter die Familiengeschichte erzählt. Die Geschichte von seinen Großeltern Magdalena und Vicente, welche sowohl tragisch als auch schön ist und auch etwas mystisch. Alles beginnt mit der mystischen Geburt von Vicente und seinen Leben bis er Magdalena kennen lernt. Eine Frau mit einem besonderem Fluch oder Gabe. Der Enkel erfährt, wie ihr Leben verlaufen ist und welche große Tragödie die Familie zerstört hat.

Ich habe diese Geschichte fasziniert verfolgt. Sie beinhaltet viel mystisches und außergewöhnliches. Schon auf der ersten Seite lernen wir Vicentes Vater kennen, welcher schon 99 ist und beim zeugen seines Sohnes verstirbt. Im laufe der Geschichte lesen wir von immer mehr seltsamen Begebenheiten oder Begabungen oder Flüchen.

Die Charaktere sind alle interessant und die Hauptcharaktere sowieso besonders. Oft habe ich gerne weiter gelesen und wollte den Werdegang der Personen weiter verfolgen. Allerdings wusste ich lange nicht wo hin das Ganzen führen sollte. Einige Sachen waren schlicht seltsam und ich wusste nicht immer wie alles zusammen hängt. Manchmal hatte ich auch das Gefühl vielleicht nicht alles mitzubekommen oder richtig zu verstehen/interpretieren. Das Ende hat mir dann allerdings wirklich gut gefallen. Man erfährt außerdem die Geschichten einiger Nebencharakere. Es dauert auch einige Zeit bis sich Vicente und Magdalena kennen lernen.

Man sollte sich vor allem Zeit nehmen für diese Geschichte. Denn das Buch ist zwar nicht direkt schwierig geschrieben aber nicht immer geradlinig und einfach. Ich habe für meine Verhältnisse recht lange für das Buch gebraucht. Auch musste ich mich anfangs erst an die Erzählweise und die Geschichte gewöhnen. Insgesamt hat mir der Schreibstil aber gut gefallen.

Ein Buch über das man noch lange nachdenken kann.

Außerdem eine wirklich schöne Ausgabe. Das Cover mit dem farbenprächtigem Ara gefällt mir richtig gut.

Fazit

Mal ein etwas anderes Buch, eine etwas andere Familiengeschichte mit vielen mystischen Elementen. Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte und über welches man sicher noch lange nachdenken kann. Leider hat mir anfangs teilweise ein roter Faden gefehlt und manche Dinge waren einfach zu seltsam. Definitiv mal ein etwas anderes Leseerlebnis für mich 🙂

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Böse Leute“ von Dora Heldt

Verlag:  dtv Verlag

Preis: 9,95€

Seiten: 442

ISBN: 978-3-423-21677-7

„Böse Leute“ ist der erste Teil von Dora Heldt´s Kriminalreihe.

  1. Böse Leute
  2. Wir sind die Guten

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Geheimnisvolle Einbrüche auf der Insel, eine Tote und ein Familiengeheimnis: Unter der Leitung von Hauptkommissar a.D. Karl Sönnigsen ermittelt ein Sylter Rentner-Quartett undercover bei Kaffee, Kuchen und Eierlikör…

Meine Meinung

Meine Mama ist seit ein paar Jahren großer Fan der Bücher von Dora Heldt und hat sich dieses Jahr ihre Kriminalreihe zugelegt. Da ich mir auch schon ein paare andere Dora Heldt Bücher ausgeliehen hatte und diese mir immer gut gefallen haben, musste ich natürlich auch einmal schauen, wie den ihre Krimis so sind.

Seltsame Einbrüche bei älteren Leuten verunsichern die Rentner auf Sylt und die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht wirklich voran. Weshalb der ehemalige Hauptkommissar Karl Sönnigsen die Sache selbst in die Hand nehmen will. Zusammen mit seinen Freunden bildet er ein Rentnerermittlerteam um ihr schönes Sylt wieder sicher zu machen. Natürlich alles geheim, denn die Polizei ist von den Hobbyermittlern alles andere als begeistert. Dabei geht die Truppe aufs Ganze: Zeugenbefragungen, Undercoverarbeit und vieles mehr. Die Story war, wie bei Dora Heldt üblich wirklich witzig, aber auch ziemlich spannend. Für mich könnte es allerdings noch ein bisschen mehr Spannung geben. Einige Kapitel erlebt man auch aus der Sicht des Täters. Insgesamt konnte man super miträtseln und am Ende lag ich tatsächlich richtig mit meiner Vermutung. Allerdings gab es für mich trotzdem einige Überraschungen in der Geschichte. Am Ende des Buches gibt es auch noch ein Kapitel, welches ein halbes Jahr nach den Ereignissen zeigt aber in Zahlen. Eine interessante Idee, die mir wirklich gut gefallen hat.

Ich fand das Rentner-Quartett wirklich sehr sympatisch und amüsant. Außerdem lernt man noch viele weitere Bewohner  und Besucher von Sylt kennen, welche eine Rolle bei dem Fall spielen. Wenn man weitere Bücher von Dora Heldt kennt, wird man auch einige bekannte Personen wiedertreffen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man liest es locker und leicht weg. Außerdem musste ich mehrmals schmunzeln und lachen.

Fazit

Dora Heldt kann definitiv auch Krimis schreiben. Ein richtiger Wohlfühlkrimi mit liebenswerten Charakteren, immer mal etwas zu lachen und auch Spannung. Ich freue mich auf die weiteren Teile und bin gespannt in welche Fälle das Rentner-Quartett noch alles verwickelt wird. Eine Empfehlung für Krimifans und auch für Dora Heldt Leser.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension: „Ein angesehener Mann“ von Abir Mukherjee

Verlag:  Heyne Verlag

Preis: 9,99€

Seiten: 510

ISBN: 978-3-453-42173-8

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„Ein angesehener Mann“ ist der erste Teil der Sam-Wyndham-Serie.

  1. Ein angesehener Mann

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

Meine Meinung

Kalkutta 1919 klang in meinen Ohren sehr interessant. Eine Zeit und eine Stadt über die ich nicht viel weiß. Außerdem wollte ich mich schon länger einmal an historische Krimis wagen.

Zusammen mit Captain Sam Wyndham von der Imperial Police Force, welcher auch gerade neu in Kalkutta angekommen ist, lernen wir Indien und seine Probleme kennen. Ich kenne mich mit der Zeit der britischen Herrschaft in Indien überhaupt nicht aus und fand die Schilderungen der politischen Lage und allgemein der damaligen Zeit wirklich sehr interessant. Der Autor konnte mich da überzeugen und voll in die Zeit hineinziehen.

Auch Sam als Hauptcharakter mochte ich sehr gerne. Er kommt neu nach Kalkutta und hat schon einige Schicksalsschläge und eine harte Zeit hinter sich. Ein überzeugender Charakter, der außerdem sehr angenehm ist und mit dem ich super mitfiebern konnte. Die Nebencharaktere, allen voran Surrender-not ein indischer Polizist und Untergebener von Sam, fand ich sehr interessant und vielseitig.

Die Story geht auch sogleich mit Sam´s ersten Mordfall los. Ein Sahib (ein weißer Mann) wird in Black Town tot aufgefunden. Im ersten Moment deutet alles auf eine politisch motivierte Tat hin und Sam beginnt zu ermitteln. Leider hatte ich das Gefühl, dass der ersten Hälfte des Buches die Spannung fehlte. Mir hat es gefallen mit Sam Kalkutta und Indien mit seinen unruhigen Zeiten und Problemen kennen zulernen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es im Fall selbst nicht wirklich voran ging. Es kam keine richtige Spannung auf und ich war nicht sehr motiviert weiter zu lesen. Weshalb ich relativ lange für das Buch gebraucht habe. Erst ab der Hälfte wurde es schlagartig spannend und ich wurde viel mehr von der Story mitgerissen. Jetzt konnte man auch eher miträtseln und es gab so einige Überraschungen im Verlauf der weiteren Story. Ab diesem Zeitpunkt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Auch das Ende empfand ich als passend und wirklich gut.

Der Schreibstil des Autor hat mir durchweg sehr gut gefallen und mich nach Kalkutta 1919 entführt. Die Aufmachung vom Heyne Verlag kann sich auch sehen lassen. Ein wirklich tolles Cover mit dieser schönen goldenen Schrift. Auf den Innenseiten der Klappbroschur befindet sich eine Karten von Kalkutta und Indien, die ich sehr hilfreich und interessant fand.

Fazit

Leider hat mir anfangs doch die Spannung gefehlt und damit auch irgendwie die Motivation das Buch in die Hand zu nehmen. Auch wenn es sehr interessant war Kalkutta im Jahre 1919 kennen zu lernen. Die zweite hälfte des Buches konnte mich aber noch einmal über die fehlende Spannung im ersten Teil trösten. Außerdem habe ich Sam Wyndham und Surrender-not doch gerne begleitet bei ihren Ermittlungen. Daher würde ich mir den nächsten Teil der Reihe wohl auch einmal ansehen. Insgesamt war es für mich ein guter Krimi, an dem mich vor allem der Handlungsort und die Zeit interessiert und fasziniert haben.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Donna Leon´s Commissario Brunetti Fall 1-5 Kurzrezensionen

In meinen Kurzrezensionen möchte ich ein paar Informationen zu den Büchern geben und kurz und knapp meine Meinung äußern.

Die Commissario Brunetti Reihe von Donna Leon erscheint in deutsch beim Diogenes Verlag. Momentan gibt es 26 Fälle mit dem Commissario.

  1. Venezianisches Finale
  2. Endstation Venedig
  3. Venezianische Scharade
  4. Vendetta
  5. Acqua alta
  6. Sanft entschlafen
  7. Nobiltà
  8. In Sachen Signora Brunetti
  9. Feine Freunde
  10. Das Gesetz der Lagune
  11. Die dunkle Stunde der Serenissima
  12. Verschwiegene Kanäle
  13. Beweise, dass es böse ist
  14. Blutige Steine
  15. Wie durch ein dunkles Glas
  16. Lasset die Kinder zu mir kommen
  17. Das Mädchen seiner Träume
  18. Schöner Schein
  19. Auf Treu und Glauben
  20. Reiches Erbe
  21. Tierische Profite
  22. Das goldene Ei
  23. Tod zwischen den Zeilen
  24. Endlich mein
  25. Ewige Jugend
  26. Stille Wasser

 

Venezianisches Finale

Seiten: 345

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-22780-2

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Skandal in Venedigs Opernhaus ›La Fenice‹: In der Pause vor dem letzten Akt der ›Traviata‹ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.

Kurzrezension

Ich bin auf diese Reihe gestoßen, weil mein Freund und ich dieses Jahr Urlaub in Venedig gemacht haben. Die Bücher sind sowohl beste Einstimmung, als auch tolle Reiselektüre und super zum zurückkehren für danach.

Man startet im ersten Band sofort mit dem Todesfall und lernt den überaus sympatischen Commissario Guido Brunetti kennen. Ich mochte ihn und seine Art sofort. In seinem ersten Fall geht es noch eher ruhig zu. Allerdings niemals langweilig. Man erfährt durch verschiedenen Dialoge, die der Commissario führt langsam die Wahrheit und lernt viele skurrile und interessante Charaktere kennen. Es hat sehr viel Spaß gemacht mitzurätseln und am Ende wurde ich doch noch einmal überrascht.  Sowohl davon wer der Täter war, als auch von Brunetti. Insgesamt ein toller Krimi.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

 

Endstation Venedig

Seiten: 395

Preis:  13,00€

ISBN: 978-3-257-22936-3

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eine Leiche schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und geldgierige Geschäftsmänner sind gleichermaßen verwickelt. Commissario Brunetti muß sich anstrengen, um nicht selbst im Kanal zu landen. Wer Giftmüll verschwinden lassen kann, für den sind unliebsame Mitwisser kein Problem.

Kurzrezension

Brunettis zweiter Fall war schon um einiges spannender und actionreicher. Auch besucht man dieses mal zusätzlich das Festland. Mir hat gefallen, dass man etwas mehr über seine Familie und vor allem über seine reichen Schwiegereltern erfährt. Außerdem gibt es wieder ein gut durchdachtes und überraschendes Ende. Allgemein sind die Enden nie klischeehaft und ganz bestimmt nicht nach dem Schema, dass der Täter am Ende immer gefasst wird und hinter Gittern kommt. Der zweite Teil hat mir insgesamt noch besser gefallen als der Erste.

Bewertung:  5 von 5 Sterne

 

Venezianische Scharade

Seiten: 372

Preis:  12,00€

ISBN: 978-3-257-22990-5

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eigentlich wollte Brunetti mit seiner Familie in die Berge fahren. Doch dann wird vor Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Ein Transvestit? Wird Streitigkeiten mit seinen Freiern gehabt haben – so die allgemeine Meinung, auch bei der Polizei. Brunetti schaut genauer hin und lernt bei seinen Ermittlungen, weniger schnell zu urteilen als die ach so ehrenwerten Normalbürger.

Kurzrezension

In diesem Fall muss sich Brunetti mit einigen Vorurteilen und dem heißen italienischen Sommer rumschlagen. Sehr witzig fand ich die kleine Nebenstory mit seinem Vice-Questura Patta. Ein wirklich anstrengender Vorgesetzter, der aber für so einige Lacher in den Büchern sorgen kann. Auch Brunettis Gespräche mit seiner Frau und seinen Kindern sind immer sehr interessant und lassen einen oft schmunzeln. In seinem dritten Fall trifft er auf einige Geheimnissen, Intrigen und einflussreichen Leute. Außerdem gerät er auch selbst in Gefahr. Ein äußerst spannender und auch bedrückender Fall.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

 

Vendetta

Seiten: 350

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-23100-7

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Niemand hätte wohl je erfahren, warum jemand von einer venezianischen Bar aus in die ganze Welt telefoniert; und warum einige der angewählten Nummern in den Adreßbüchern zweier Männer stehen, die binnen einer Woche sterben; wären nicht acht rumänische Frauen verunglückt, die nach Italien geschmuggelt werden sollten. Dieser Fall führt Commissario Brunetti tief in die Unterwelt Venedigs.

Kurzrezension

Für mich Brunettis bisher spannendster und erschreckendster Fall mit Themen wie Menschenhandel und mehr Grausamkeiten. Anfangs hat es der Commissario mit einem erschossenen Anwalt im Zug zu tun. Allerdings bekommt er bald erschreckende Einsichten in die Unterwelt von Venedig. Auch Brunettis Tochter Chiara wird dieses mal mit hineingezogen. Ich habe das Buch so ziemlich verschlungen. Donna Leons Schreibstil gefällt mir sehr gut und lässt sich locker und leicht lesen. Sie kann mich mit jedem Fall von Commissario Brunetti mehr überzeugen. „Vendetta“ ist bis jetzt mein Favorit, den ich nur empfehlen kann. Die Teile können auch unproblematisch einzeln gelesen werden. Es ist nicht zwingend nötig bei seinem ersten Fall zu beginnen. Allerdings würde ich das empfehlen.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

 

Acqua alta

Seiten: 370

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-23118-2

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Als die amerikanische Archäologin Brett Lynch im Flur ihrer Wohnung in Venedig von zwei Männern zusammengeschlagen wird, regt sich außer Brunetti kaum jemand auf. Schließlich ist Lynch nicht nur Ausländerin, sondern, wie es heißt, auch noch Frauen mehr als Männern zugetan und mit einer Operndiva liiert. Als zwei Tage später jedoch der renommierte Museumsdirektor Dottor Semenzato ermordet aufgefunden wird, ist ganz Venedig entsetzt. Brunetti will beide Fälle mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit aufklären –  zumal die Betroffene Brett Lynch und ihre Freundin Flavia Petrelli ihm nahestehen seit jenem Abend in der Oper, der für den Dirigenten Wellauer zu seinem „Venezianischen Finale“ wurde. Brunetti geht der Sache nach – und nicht nur die Spannung steigt, sondern auch der Wasserpegel.

Kurzrezension

„Acqua Alta“ hat mich in meinem Venedig Urlaub begleitet. Brunetti trifft auf zwei alte Bekannte aus seinem ersten Fall. Wobei die Archäologin Brett Lynch in ernstlichen Schwierigkeiten zu stecken scheint. Ein Fall rund um Fälschungen und archäologische Fundstücke. Ich bin ein Fan davon, wenn der Autor Personen aus anderen Büchern oder vorherigen Teilen wieder vorkommen lässt. Auch die Beschreibung von Venedig mit seinem öfter auftretendem Hochwasser im Winter, fand ich sehr interessant und hat eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Wieder ein sehr gelungener Krimi.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension: „Grandhotel Angst“ von Emma Garnier

Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 13,00€

Seiten: 318

ISBN: 978-3-328-10088-1

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist fasziniert von den eleganten Gästen, dem Blick aufs funkelnde Meer und dem großartigen Gebäude. Doch dieses birgt eine unheimliche Legende, die Nell schon bald in ihren Bann zieht. Als ein Hotelgast überraschend stirbt, beginnt sie nachzuforschen und stößt auf eine Intrige aus Schuld und Verrat, in die auch ihr Mann Oliver verwickelt scheint. Bis Nell plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben…

Meine Meinung

Grandhotel Angst ist ein ungewöhnlicher Name für ein Hotel, der mich auch auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Das Ganze klingt schon leicht unheimlich und wir haben hier auch eine Mischung zwischen Krimi, Geister- und Liebesgeschichte.

Die beiden Hauptcharaktere Nell und Oliver sind frisch verheiratet und verbringen ihre Flitterwochen im Grandhotel Angst. Was am Anfang wie ein traumhafter Urlaub für Nell erscheint, wird bald jedoch zu einem Alptraum für sie. Das Hotel soll von einem Geist heimgesucht werden. Nell beginnt sich immer mehr dafür zu interessieren und bald weiß auch der Leser nicht mehr, ob es wirklich nur eine Gruselgeschichte ist. Außerdem passiert ein grausamer Mord im Hotel und ihr Mann Oliver kannte auch noch den Verstorbenen. Auch ein weiterer Bekannter ihres Mannes mischt mit in der Sache. Allgemein weiß man während des Lesens nie so ganz was man von Oliver halten soll. Nell verzweifelt immer mehr und man rätselt was nun wirklich dahinter steckt. Bildet sie sich alles vielleicht nur ein? Hat ein Geist von ihr Besitz ergriffen? Steckt vielleicht doch etwas anderes hinter allem? Wem kann sie eigentlich trauen? Eine verzwickte Story, die mich wirklich fesseln konnte. Wem kann man trauen? Wer spielt vielleicht ein falsches Spiel? Oder gibt es wirklich Geister? Aber das sollte jeder selbst herausfinden. Das Ende konnte mich dann nochmal fesseln und überraschen. Auch hat mir das Flair des Buches wirklich gefallen, welches im Jahr 1899 spielt.

Einzig Nell, aus deren Sicht wir alles erfahren, hat mich manchmal genervt. Sie war mir teilweise zu naiv und anstrengend. Allerdings macht sie doch eine Entwicklung im laufe des Romans doch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, da es wirklich spannend geschrieben ist.

Auch die Aufmachung ist sehr schön. Das Cover spricht mich sofort an und es ist eine Broschur mit Bildern des Grandhotel Angst auf der Innenseite. Das Hotel gibt es im übrigen wirklich, wie man im Nachwort der Autorin erfahren kann. Hier findet man auch noch ein paar interessante Infos.

Fazit

Ein spannender Roman der zum miträtseln anregt und wirklich Spaß macht. Für mich vor allem eine schöne Sommerlektüre, die ich weiterempfehlen kann. Einziger Minuspunkt für mich war wohl die etwas nervige Hauptcharakterin. Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.