Rezension: „Ein angesehener Mann“ von Abir Mukherjee

Verlag:  Heyne Verlag

Preis: 9,99€

Seiten: 510

ISBN: 978-3-453-42173-8

Link zum Buch

„Ein angesehener Mann“ ist der erste Teil der Sam-Wyndham-Serie.

  1. Ein angesehener Mann

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

Meine Meinung

Kalkutta 1919 klang in meinen Ohren sehr interessant. Eine Zeit und eine Stadt über die ich nicht viel weiß. Außerdem wollte ich mich schon länger einmal an historische Krimis wagen.

Zusammen mit Captain Sam Wyndham von der Imperial Police Force, welcher auch gerade neu in Kalkutta angekommen ist, lernen wir Indien und seine Probleme kennen. Ich kenne mich mit der Zeit der britischen Herrschaft in Indien überhaupt nicht aus und fand die Schilderungen der politischen Lage und allgemein der damaligen Zeit wirklich sehr interessant. Der Autor konnte mich da überzeugen und voll in die Zeit hineinziehen.

Auch Sam als Hauptcharakter mochte ich sehr gerne. Er kommt neu nach Kalkutta und hat schon einige Schicksalsschläge und eine harte Zeit hinter sich. Ein überzeugender Charakter, der außerdem sehr angenehm ist und mit dem ich super mitfiebern konnte. Die Nebencharaktere, allen voran Surrender-not ein indischer Polizist und Untergebener von Sam, fand ich sehr interessant und vielseitig.

Die Story geht auch sogleich mit Sam´s ersten Mordfall los. Ein Sahib (ein weißer Mann) wird in Black Town tot aufgefunden. Im ersten Moment deutet alles auf eine politisch motivierte Tat hin und Sam beginnt zu ermitteln. Leider hatte ich das Gefühl, dass der ersten Hälfte des Buches die Spannung fehlte. Mir hat es gefallen mit Sam Kalkutta und Indien mit seinen unruhigen Zeiten und Problemen kennen zulernen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es im Fall selbst nicht wirklich voran ging. Es kam keine richtige Spannung auf und ich war nicht sehr motiviert weiter zu lesen. Weshalb ich relativ lange für das Buch gebraucht habe. Erst ab der Hälfte wurde es schlagartig spannend und ich wurde viel mehr von der Story mitgerissen. Jetzt konnte man auch eher miträtseln und es gab so einige Überraschungen im Verlauf der weiteren Story. Ab diesem Zeitpunkt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Auch das Ende empfand ich als passend und wirklich gut.

Der Schreibstil des Autor hat mir durchweg sehr gut gefallen und mich nach Kalkutta 1919 entführt. Die Aufmachung vom Heyne Verlag kann sich auch sehen lassen. Ein wirklich tolles Cover mit dieser schönen goldenen Schrift. Auf den Innenseiten der Klappbroschur befindet sich eine Karten von Kalkutta und Indien, die ich sehr hilfreich und interessant fand.

Fazit

Leider hat mir anfangs doch die Spannung gefehlt und damit auch irgendwie die Motivation das Buch in die Hand zu nehmen. Auch wenn es sehr interessant war Kalkutta im Jahre 1919 kennen zu lernen. Die zweite hälfte des Buches konnte mich aber noch einmal über die fehlende Spannung im ersten Teil trösten. Außerdem habe ich Sam Wyndham und Surrender-not doch gerne begleitet bei ihren Ermittlungen. Daher würde ich mir den nächsten Teil der Reihe wohl auch einmal ansehen. Insgesamt war es für mich ein guter Krimi, an dem mich vor allem der Handlungsort und die Zeit interessiert und fasziniert haben.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Donna Leon´s Commissario Brunetti Fall 1-5 Kurzrezensionen

In meinen Kurzrezensionen möchte ich ein paar Informationen zu den Büchern geben und kurz und knapp meine Meinung äußern.

Die Commissario Brunetti Reihe von Donna Leon erscheint in deutsch beim Diogenes Verlag. Momentan gibt es 26 Fälle mit dem Commissario.

  1. Venezianisches Finale
  2. Endstation Venedig
  3. Venezianische Scharade
  4. Vendetta
  5. Acqua alta
  6. Sanft entschlafen
  7. Nobiltà
  8. In Sachen Signora Brunetti
  9. Feine Freunde
  10. Das Gesetz der Lagune
  11. Die dunkle Stunde der Serenissima
  12. Verschwiegene Kanäle
  13. Beweise, dass es böse ist
  14. Blutige Steine
  15. Wie durch ein dunkles Glas
  16. Lasset die Kinder zu mir kommen
  17. Das Mädchen seiner Träume
  18. Schöner Schein
  19. Auf Treu und Glauben
  20. Reiches Erbe
  21. Tierische Profite
  22. Das goldene Ei
  23. Tod zwischen den Zeilen
  24. Endlich mein
  25. Ewige Jugend
  26. Stille Wasser

 

Venezianisches Finale

Seiten: 345

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-22780-2

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Skandal in Venedigs Opernhaus ›La Fenice‹: In der Pause vor dem letzten Akt der ›Traviata‹ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.

Kurzrezension

Ich bin auf diese Reihe gestoßen, weil mein Freund und ich dieses Jahr Urlaub in Venedig gemacht haben. Die Bücher sind sowohl beste Einstimmung, als auch tolle Reiselektüre und super zum zurückkehren für danach.

Man startet im ersten Band sofort mit dem Todesfall und lernt den überaus sympatischen Commissario Guido Brunetti kennen. Ich mochte ihn und seine Art sofort. In seinem ersten Fall geht es noch eher ruhig zu. Allerdings niemals langweilig. Man erfährt durch verschiedenen Dialoge, die der Commissario führt langsam die Wahrheit und lernt viele skurrile und interessante Charaktere kennen. Es hat sehr viel Spaß gemacht mitzurätseln und am Ende wurde ich doch noch einmal überrascht.  Sowohl davon wer der Täter war, als auch von Brunetti. Insgesamt ein toller Krimi.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

 

Endstation Venedig

Seiten: 395

Preis:  13,00€

ISBN: 978-3-257-22936-3

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eine Leiche schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und geldgierige Geschäftsmänner sind gleichermaßen verwickelt. Commissario Brunetti muß sich anstrengen, um nicht selbst im Kanal zu landen. Wer Giftmüll verschwinden lassen kann, für den sind unliebsame Mitwisser kein Problem.

Kurzrezension

Brunettis zweiter Fall war schon um einiges spannender und actionreicher. Auch besucht man dieses mal zusätzlich das Festland. Mir hat gefallen, dass man etwas mehr über seine Familie und vor allem über seine reichen Schwiegereltern erfährt. Außerdem gibt es wieder ein gut durchdachtes und überraschendes Ende. Allgemein sind die Enden nie klischeehaft und ganz bestimmt nicht nach dem Schema, dass der Täter am Ende immer gefasst wird und hinter Gittern kommt. Der zweite Teil hat mir insgesamt noch besser gefallen als der Erste.

Bewertung:  5 von 5 Sterne

 

Venezianische Scharade

Seiten: 372

Preis:  12,00€

ISBN: 978-3-257-22990-5

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eigentlich wollte Brunetti mit seiner Familie in die Berge fahren. Doch dann wird vor Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Ein Transvestit? Wird Streitigkeiten mit seinen Freiern gehabt haben – so die allgemeine Meinung, auch bei der Polizei. Brunetti schaut genauer hin und lernt bei seinen Ermittlungen, weniger schnell zu urteilen als die ach so ehrenwerten Normalbürger.

Kurzrezension

In diesem Fall muss sich Brunetti mit einigen Vorurteilen und dem heißen italienischen Sommer rumschlagen. Sehr witzig fand ich die kleine Nebenstory mit seinem Vice-Questura Patta. Ein wirklich anstrengender Vorgesetzter, der aber für so einige Lacher in den Büchern sorgen kann. Auch Brunettis Gespräche mit seiner Frau und seinen Kindern sind immer sehr interessant und lassen einen oft schmunzeln. In seinem dritten Fall trifft er auf einige Geheimnissen, Intrigen und einflussreichen Leute. Außerdem gerät er auch selbst in Gefahr. Ein äußerst spannender und auch bedrückender Fall.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

 

Vendetta

Seiten: 350

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-23100-7

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Niemand hätte wohl je erfahren, warum jemand von einer venezianischen Bar aus in die ganze Welt telefoniert; und warum einige der angewählten Nummern in den Adreßbüchern zweier Männer stehen, die binnen einer Woche sterben; wären nicht acht rumänische Frauen verunglückt, die nach Italien geschmuggelt werden sollten. Dieser Fall führt Commissario Brunetti tief in die Unterwelt Venedigs.

Kurzrezension

Für mich Brunettis bisher spannendster und erschreckendster Fall mit Themen wie Menschenhandel und mehr Grausamkeiten. Anfangs hat es der Commissario mit einem erschossenen Anwalt im Zug zu tun. Allerdings bekommt er bald erschreckende Einsichten in die Unterwelt von Venedig. Auch Brunettis Tochter Chiara wird dieses mal mit hineingezogen. Ich habe das Buch so ziemlich verschlungen. Donna Leons Schreibstil gefällt mir sehr gut und lässt sich locker und leicht lesen. Sie kann mich mit jedem Fall von Commissario Brunetti mehr überzeugen. „Vendetta“ ist bis jetzt mein Favorit, den ich nur empfehlen kann. Die Teile können auch unproblematisch einzeln gelesen werden. Es ist nicht zwingend nötig bei seinem ersten Fall zu beginnen. Allerdings würde ich das empfehlen.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

 

Acqua alta

Seiten: 370

Preis: 12,00€

ISBN: 978-3-257-23118-2

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Als die amerikanische Archäologin Brett Lynch im Flur ihrer Wohnung in Venedig von zwei Männern zusammengeschlagen wird, regt sich außer Brunetti kaum jemand auf. Schließlich ist Lynch nicht nur Ausländerin, sondern, wie es heißt, auch noch Frauen mehr als Männern zugetan und mit einer Operndiva liiert. Als zwei Tage später jedoch der renommierte Museumsdirektor Dottor Semenzato ermordet aufgefunden wird, ist ganz Venedig entsetzt. Brunetti will beide Fälle mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit aufklären –  zumal die Betroffene Brett Lynch und ihre Freundin Flavia Petrelli ihm nahestehen seit jenem Abend in der Oper, der für den Dirigenten Wellauer zu seinem „Venezianischen Finale“ wurde. Brunetti geht der Sache nach – und nicht nur die Spannung steigt, sondern auch der Wasserpegel.

Kurzrezension

„Acqua Alta“ hat mich in meinem Venedig Urlaub begleitet. Brunetti trifft auf zwei alte Bekannte aus seinem ersten Fall. Wobei die Archäologin Brett Lynch in ernstlichen Schwierigkeiten zu stecken scheint. Ein Fall rund um Fälschungen und archäologische Fundstücke. Ich bin ein Fan davon, wenn der Autor Personen aus anderen Büchern oder vorherigen Teilen wieder vorkommen lässt. Auch die Beschreibung von Venedig mit seinem öfter auftretendem Hochwasser im Winter, fand ich sehr interessant und hat eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Wieder ein sehr gelungener Krimi.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension: „Grandhotel Angst“ von Emma Garnier

Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 13,00€

Seiten: 318

ISBN: 978-3-328-10088-1

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist fasziniert von den eleganten Gästen, dem Blick aufs funkelnde Meer und dem großartigen Gebäude. Doch dieses birgt eine unheimliche Legende, die Nell schon bald in ihren Bann zieht. Als ein Hotelgast überraschend stirbt, beginnt sie nachzuforschen und stößt auf eine Intrige aus Schuld und Verrat, in die auch ihr Mann Oliver verwickelt scheint. Bis Nell plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben…

Meine Meinung

Grandhotel Angst ist ein ungewöhnlicher Name für ein Hotel, der mich auch auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Das Ganze klingt schon leicht unheimlich und wir haben hier auch eine Mischung zwischen Krimi, Geister- und Liebesgeschichte.

Die beiden Hauptcharaktere Nell und Oliver sind frisch verheiratet und verbringen ihre Flitterwochen im Grandhotel Angst. Was am Anfang wie ein traumhafter Urlaub für Nell erscheint, wird bald jedoch zu einem Alptraum für sie. Das Hotel soll von einem Geist heimgesucht werden. Nell beginnt sich immer mehr dafür zu interessieren und bald weiß auch der Leser nicht mehr, ob es wirklich nur eine Gruselgeschichte ist. Außerdem passiert ein grausamer Mord im Hotel und ihr Mann Oliver kannte auch noch den Verstorbenen. Auch ein weiterer Bekannter ihres Mannes mischt mit in der Sache. Allgemein weiß man während des Lesens nie so ganz was man von Oliver halten soll. Nell verzweifelt immer mehr und man rätselt was nun wirklich dahinter steckt. Bildet sie sich alles vielleicht nur ein? Hat ein Geist von ihr Besitz ergriffen? Steckt vielleicht doch etwas anderes hinter allem? Wem kann sie eigentlich trauen? Eine verzwickte Story, die mich wirklich fesseln konnte. Wem kann man trauen? Wer spielt vielleicht ein falsches Spiel? Oder gibt es wirklich Geister? Aber das sollte jeder selbst herausfinden. Das Ende konnte mich dann nochmal fesseln und überraschen. Auch hat mir das Flair des Buches wirklich gefallen, welches im Jahr 1899 spielt.

Einzig Nell, aus deren Sicht wir alles erfahren, hat mich manchmal genervt. Sie war mir teilweise zu naiv und anstrengend. Allerdings macht sie doch eine Entwicklung im laufe des Romans doch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, da es wirklich spannend geschrieben ist.

Auch die Aufmachung ist sehr schön. Das Cover spricht mich sofort an und es ist eine Broschur mit Bildern des Grandhotel Angst auf der Innenseite. Das Hotel gibt es im übrigen wirklich, wie man im Nachwort der Autorin erfahren kann. Hier findet man auch noch ein paar interessante Infos.

Fazit

Ein spannender Roman der zum miträtseln anregt und wirklich Spaß macht. Für mich vor allem eine schöne Sommerlektüre, die ich weiterempfehlen kann. Einziger Minuspunkt für mich war wohl die etwas nervige Hauptcharakterin. Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Macht“ von John Gwynne

Verlag:  Blanvalet

Preis: 16,00€

Seiten: 826

ISBN: 978-3-7341-6119-3

Link zum Buch

 „Macht“ ist der erste Teil der Die Getreuen und die Gefallenen Reihe.

  1.  Macht
  2.  Bosheit
  3.  Jähzorn
  4.  Ungnade

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Wo sich die Verfemten Lande erstrecken, färbte Blut die Welt einst rot. Wo heute uralte Ruinen stehen, bezwangen Menschen Giganten. Wo einzig das Heulen der Woelven erklingt, brannte vor tausenden Jahren die Welt.

Doch zu lange haben sich die Menschen in Sicherheit gewähnt. Nun weinen die Gigantensteine Blut, und in den Verfemten Landen regt sich erneut, was für immer verbannt sein sollte. Ein uralter Feind hat längst eine Allianz geschmiedet und wartet darauf, dass seine Stunde kommt. Und nur einer vermag es, ihn aufzuhalten, wenn die Schwarze Sonne die Welt betritt …

Meine Meinung

Durch das wirklich schönes Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Da der Inhalt auf dem Buch nicht wirklich viel verrät, habe ich mich einfach mal in das Abenteuer gestürzt und wurde sehr positiv überrascht.

Man lernt anfangs viele verschiedene Personen kennen, welche alle eine wichtige Rolle spielen und eigentlich quer über die Verfemten Lande verteilt sind. Sie erhalten abwechselnd Kapitel, welche auch mit ihren Namen entsprechen gekennzeichnet sind. Dadurch erhält man einen großen Einblick in die Welt und lernt gleich mehrere Länder und Könige kennen. Die Welt gefällt mir sehr gut. Sie wird nicht nur von Menschen sondern auch Giganten bevölkert. Es gibt eine Art von Magie und sehr viele seltsame Wesen. Sturm eine Woelven ist zu einem meiner absoluten Lieblinge geworden, während des Lesens. Außerdem scheint es auch noch Götter zu geben oder zumindest gegeben zu haben. Scheinbar läuft alle auf einen Götterkrieg hinaus, welcher immer wieder erwähnt wird.

Zuerst einmal lernt man allerdings die Charaktere kennen und ihren Aufstieg bzw ihre Entwicklung. Der Hauptcharakter ist wohl Corben, welcher am Anfang des Buches noch ein Junge ohne jegliche Kampferfahrung ist und noch sehr kindlich dazu. Allerdings ist er mir schnell ans Herz gewachsen mit seiner Art und er entwickelt sich erstaunlich. Außerdem scheint noch mehr dahinter zu stecken bzw ihn zu erwarten. Er ist einfach ein unheimlich toller Charakter mit dem man gerne mitfiebert.

Aber auch alle anderen Charaktere sind sehr interessant. Vor allem Veradis mochte ich von Anfang an und seine starke Loyalität. Auch die Nebencharaktere sind alle wirklich interessant und viele wachsen einem ans Herz. Bei manchen wüsste ich gar nicht genau ob sie nun Haupt -oder Nebencharakter sind. Weil alle sehr gut ausgearbeitet sind und man hat nicht das Gefühl, dass sie nur unbekannte blasse Personen am Rande des Geschehens sind. Dadurch hat das Buch auch eine wirklich große Anzahl von Personen. Allerdings stört mich sowas nicht und ich finde es bei großen Fantasyreihen gut. So tat mir auch der ein oder andere Tot wirklich weh…

Auch kann man die Parteien nicht einfach von Anfang an in Gut und Böse teilen. Ich hatte zwar recht schnell eine Vermutung, was nicht so gut läuft. Aber die Lage ist verzwickt, um nicht zuviel zu verraten. Allgemein habe ich das Gefühl man kann nicht wirklich viel von der Handlung insgesamt verraten, diese sollte man beim lesen erleben.

Auch hat mir der ganze Stil gefallen. Man erlebt mit Corban seine Ausbildung und viele aufregende und schöne Sachen. Aber auch viele dramatische und spannende und traurige. Auch sind Kämpfe und Schlachten sehr gut geschrieben und liefen buchstäblich, wie ein Film vor mir ab. Außerdem sind sie auch nie zu lang. Bei Fantasybüchern nerven mich oft zu lange und ausufernde Schlachten, vor allem wenn man das Gefühl hat, dass es sich mit der Zeit wiederholt.

Insgesamt hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen und auch das Tempo, in dem die Geschichte erzählt wird.

Die Aufmachung gefällt mir auch sehr. Das schon angesprochene Cover spricht mich total an. Das ganze ist als Broschur erschienen mit einer Karte der Verfemten Lande auf der Innenseite.

Fazit

Ein toller Auftakt zu einer Fantasyreihe. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht diesen zu lesen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile, welche recht zügig nacheinander erscheinen sollen. Band 2 „Bosheit“ soll am 18.09.2017 erscheinen und ich kann es kaum erwarten. Ich kann eigentlich nichts an den Buch bemängeln und empfehle es jedem der gerne Fantasy liest. Zwar erfindet „Macht“ nichts wirklich neues in dem Genre aber ich fand den Auftakt mehr als gelungen. Vielleicht eine neue Lieblingsreihe? Mal sehe wie es weiter geht.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Vielen Dank an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Liebe findet uns“ von J. P. Monninger

Verlag:  Ullstein Verlag

Preis: 12,99€

Seiten: 410

ISBN: 978-3-548-28955-7

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Liebe Sucht,
Liebe Träumt,
Liebe findet uns

Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden.

Meine Meinung

„Liebe findet uns“ war ein Spontankauf. Ich habe das Cover gesehen und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Nachdem auch noch der Inhalt sehr interessant klang, durfte es mit. Zusammen mit einer Freundin ging es dann recht schnell ans lesen.

Man startet mitten in der Europareise der drei Freundinnen Heather, Constance und Amy. Sie sind gerade auf dem Weg nach Amsterdam und in dem Zug dahin begegnet Heather auch schon das erste mal Jack. Die drei Mädels sind in dem Roman wirklich sehr unterschiedliche Charaktere, aber auch sehr gute Freundinnen und waren mir wirklich sympatisch. Vor allem Heather mit ihrer ganzen Art mochte ich sehr. Es hat Spaß gemacht sie durch Europa zu begleiten. Jack hingegen war mir meist weniger sympatisch aber er war auch nicht total daneben.

Das Buch ist in die verschiedenen Länder unterteilt die Heather bereist und man begleitet auch sie als Hauptcharakter die ganze Zeit. Leider hatte ich irgendwie erwartet, dass man noch mehr von ihren Reisen und den dortigen Erlebnissen liest. Vor allem mehr von dem Tagebuch von Jack´s Großvater erfährt und Ausschnitte liest. Das kam mir etwas zu kurz und dafür fand ich die Liebesbeziehung der beiden etwas zu sehr im Vordergrund teilweise. Die vorhandenen Ausschnitte aus dem Tagebuch des Großvaters haben mir allerdings sehr gut gefallen und auch die meisten Dialoge zwischen Jack und Heather empfand ich als sehr schön und unterhaltsam. Das Buch hat mir außerdem ein bisschen Lust auf Hemingway gemacht.

Leider hatte ich zwischendurch immer mal das Gefühl, dass die Geschichte doch sehr vorhersehbar ist und es gab daher keine wirklichen Überraschungen für mich. Das Ende aber war sehr passend und wirklich gelungen. Es hat das Buch für mich auch noch einmal ein wenig gerettet.

Der Schreibstil hat mir durchweg sehr gut gefallen. Es lies sich sehr schnell lesen und ist schön geschrieben. Ein Zitat aus dem Buch gefällt mir besonders gut und dieses ist auch hinten noch auf die Umschlagsinnenseite gedruckt.

„Hast du schon den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind die man besucht…und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir wissen etwas über den Anderen, weil er in derselben Welt gewesen ist wie wir. Wir wissen wofür er lebt.“

Die Aufmachung des Buches ist insgesamt wirklich sehr schön. Es ist eine Broschur mit einem tollem Cover und schönen Zitaten aus dem Buch auf den Innenseiten. Außerdem liegt auch gleich ein passendes Lesezeichen mit im Buch.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Allerdings hatte ich doch teilweise andere Erwartungen daran und fand es zu Vorhersehbar. Eine schöne Liebesgeschichte mit ein paar Schwächen. Für Leute die gerne Bücher in dem Bereich lesen, aber sicherlich ein Blick wert.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Rezension: „Im Hause Longbourn“ von Jo Baker

Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 10,00€

Seiten: 446

ISBN: 978-3-328-10027-0

Link zum Buch

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eine mächtige Familie und ihre Dienstboten. Und ein Haus, das alle Geheimnisse kennt.

Während oben in den Salons von Longbourn die Töchter der Familie Bennet überlegen, wie sie die reichen Junggesellen Mr. Bingley und Mr. Darcy einfangen können, müht sich unten in den Diensträumen das Hausmädchen Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab und träumt dabei von einem anderen, aufregenderen Leben. Als ein neuer Hausdiener im Herrenhaus auftaucht, scheint er wie die Antwort auf ihre Stoßgebete. Doch James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft. Es könnte das Leben auf Longbourn für immer verändern.

Meine Meinung

Ich habe dieses Jahr mit „Stolz und Vorurteil“ mein erstes Buch von Jane Austen gelesen und war positiv überrascht. Es hat wirklich Spaß gemacht. Weshalb mir dann auch gleich „Im Hause Longbourn“ ins Auge gesprungen ist.

Man erlebt die Geschichte rund um die Familie Bennet diesmal aus der Sicht der Dienstboten und der Fokus liegt auch mehr auf deren Leben und Probleme. Die Autorin hat den Gesichtslosen und selten in „Stolz und Voruteil“ erwähnten Dienstboten und Personal in Longbourn Namen und eine Geschichte verpasst.

Hauptperson des Romanes ist Sarah, die davon träumt die Welt zu sehen und etwas zu erleben. Sie möchte nicht nur im Dienste der Familie Bennet zu stehen. Es muss doch auch für sie mehr im Leben geben? Eines Tages taucht dann James auf, welcher als neuer Diener eingestellt wird und ein Geheimnis mitbringt. Anfangs scheint Sarah ihn gar nicht zu mögen und auch ich hatte einige Probleme mit ihrem und seinem Charakter. Allerdings wurden sie mir im Laufe des Buches doch sympatisch. Auch die anderen, wie die kleine Polly oder Mr und Mrs Hill mochte ich sehr gerne. Mit der Zeit lernt man auch James besser kennen. Die Familie Bennet ist genauso dargestellt, wie man sie sich in „Stolz und Vorurteil“ vorstellt. Wobei man mehr und sehr interessante Sachen über Herr Bennet erfährt.

Leider kommt die Geschichte nur sehr langsam in Gang und ich habe sehr lange gebraucht um richtig in das Buch zu finden. Teilweise fand ich es einfach sehr langweilig und das auch noch nachdem ich endlich in die Geschichte gefunden hatte. Zwar mochte ich die Charaktere wirklich aber zwischen durch ist die Geschichte irgendwie immer nur belanglos vor sich hingeplätschert. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass es jetzt spannend oder interessanter werden könnte, wurde aber dann meist enttäuscht. Das harte Leben des Hauspersonals und die Sitten und Bräuche der Zeit werden sehr interessant veranschaulicht aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Ich hatte oft das Gefühl, dass es immer das selbe ist. Auch James Geheimnis habe ich sehr schnell geahnt. Allerdings war seine Geschichte wirklich interessant. Das Ende wiederum fand ich zwar ok aber es war auch nichts besonderes. Es ist allerdings für die einzelnen Personen sehr passend und man erfährt, wie es mit jedem weiter geht.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Auch die Taschenbuchausgabe ist sehr schön geworden. Das Cover ist ein echter Hingucker im Regal.

Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht packen. Ich bin nur sehr langsam mit lesen voran gekommen und hatte oft gar keine richtige Lust weiter zu lesen und das ist bekanntlich nie ein gutes Zeichen. Trotz der sympatischen Charakteren fand ich das Buch einfach stellenweise richtig langweilig. Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen oder sie waren zu hoch oder das Buch ist schlicht nichts für mich gewesen. Somit eine nette Geschichte, vor allem wenn man „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen kennt, aber nichts für mich.

Bewertung: 2 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Vier Farben der Magie“ von V. E. Schwab

Verlag:  Tor

Preis: 9,99€

Seiten: 466

ISBN: 978-3-596-29632-3

„Vier Farben der Magie“ ist der erste Teil der Weltenwanderer-Trilogie.

  1. „Vier Farben der Magie“
  2. „Die Verzauberung der Schatten“
  3. „Die Beschwörung des Lichts“

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Stadt London gibt es vier Mal…
Das graue London riecht nach Rauch – und nach einem Hauch von Wahnsinn.
Das weiße stinkt nach Blut, nach einem bitteren magischen Kampf.
Das rote duftet nach Rosen, nach Magie und Lebenslust.
Und über das schwarze schweigt man besser.

Der Magier Kell ist einer der letzten Antari, die zwischen den Welten wandern können. Doch als er unwissentlich ein mächtiges Artefakt in seine Heimat schmuggelt, bricht er damit nicht nur ein ungeschriebenes Gesetz seiner Zunft, sondern gefährdet auch das Gleichgewicht der Welten.

Meine Meinung

Auf diesen Fantasyroman habe ich mich schon sehr lange gefreut. Durch Instagram und Youtube bin ich auf die Autorin und diese Reihe aufmerksam geworden und hätte das Buch schon fast während meiner Londonreise gekauft. Allerdings hat der Tor Verlag die Weltenwanderer-Trilogie auf deutsch angekündigt und ich habe direkt zum Erscheinungstermin zugegriffen. Mit einer Freundin zusammen ging es dann auch gleich ans lesen. Meine Freude wurde allerdings beim lesen etwas gedämpft…

Die Welt im Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Die vier verschiedenen London sind sehr unterschiedlich und wirklich spannend und interessant zu entdecken. Wobei man von einem London in diesem Band noch nicht so viel erfährt. Unser Hauptcharakter Kell ist dabei etwas ganz besonderes, denn er ist ein Antari und damit einer der wenigen die zwischen den unterschiedlichen London reisen können. Kell  ist wirklich interessant und hat mir als Charakter gleich gefallen. Er arbeitet für das Königshaus im roten London und überbringt Nachrichten in die anderen Städte. Außer ihm scheint es nur noch einen weiteren Antari zu geben, welcher für die regierenden Geschwister im weißen London arbeitet. Sein Name ist Holland und ich finde er ist einer der interessantesten Charaktere des Buches. Wieso nur noch diese beiden reisen können, hat etwas mit dem schwarzen London zu tun. Allerdings erfährt man von der ganzen Vorgeschichte noch recht wenig in diesem Band. Kell gerät im laufe seiner Reise an einen Gegenstand aus dem schwarzen London und damit geht die Geschichte dann so richtig los. Leider lässt die Spannung sehr lange auf sich warten. Erst im letzten Drittel haben mich die Wendungen so richtig überrascht und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Bis dahin war die ganze Geschichte nicht schlecht, aber mir hat doch etwas gefehlt. Auch trifft Kell im laufe der Geschichte auf Lila aus dem grauen London, welche ein wirklich nerviger Charakter ist anfangs. Gegen Ende konnte ich sie schon etwas mehr verstehen und leiden. Das hat allerdings wirklich lange gedauert und sie ging mir erst sehr oft auf die Nerven. Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Es war sehr spannend und durchaus tragisch. Allerdings ging der Finale Kampf dann recht schnell und ich denke auch das Kell´s letzte Entscheidung keine besonders gute war. Wer das Buch gelesen hat, kann sich vielleicht denken was ich meine. Insgesamt war es ein durchaus abgeschlossenes Ende und ich hätte mir ein etwas offeneres gewünscht, welches mehr Spannung für den zweiten Teil aufbaut.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen und die Kapitel waren nicht zu lang.

Auch die Ausgabe vom Tor Verlag ist sehr schön geworden. Ich liebe das Cover und das Design der Kapitelanfänge. Allerdings hätte ich eine Broschur schöner gefunden, als nur ein Taschenbuch. Am Ende gibt es im übrigen noch eine kleine Leseprobe des zweiten Bandes „Die Verzauberung der Schatten“, welcher am 23.11.2017 erscheinen soll.

Fazit

Leider hat mir bei dem Buch doch streckenweise die Spannung gefehlt und Lila ging mir sehr auf die Nerven. Das konnte auch die wirklich interessante Welt nicht wieder gut machen. Daher kam ich lange nicht so richtig in die Geschichte rein. Die letzten 1/3 des Buches haben mir dann wiederum ziemlich gut gefallen und ich möchte gerne noch mehr über die Welt erfahren und mich interessiert auch sehr wie es mit einigen Charakteren weiter geht. Daher werde ich mir den zweiten Band auf alle Fälle noch holen. Insgesamt also eine gute Fantasystory aber leider kein Highlight für mich.

Bewertung: 3 von 5 Sterne