Rezension: „Im Hause Longbourn“ Jo Baker

Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 10,00€

Seiten: 446

ISBN: 978-3-328-10027-0

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eine mächtige Familie und ihre Dienstboten. Und ein Haus, das alle Geheimnisse kennt.

Während oben in den Salons von Longbourn die Töchter der Familie Bennet überlegen, wie sie die reichen Junggesellen Mr. Bingley und Mr. Darcy einfangen können, müht sich unten in den Diensträumen das Hausmädchen Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab und träumt dabei von einem anderen, aufregenderen Leben. Als ein neuer Hausdiener im Herrenhaus auftaucht, scheint er wie die Antwort auf ihre Stoßgebete. Doch James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft. Es könnte das Leben auf Longbourn für immer verändern.

Meine Meinung

Ich habe dieses Jahr mit „Stolz und Vorurteil“ mein erstes Buch von Jane Austen gelesen und war positiv überrascht. Es hat wirklich Spaß gemacht. Weshalb mir dann auch gleich „Im Hause Longbourn“ ins Auge gesprungen ist.

Man erlebt die Geschichte rund um die Familie Bennet diesmal aus der Sicht der Dienstboten und der Fokus liegt auch mehr auf deren Leben und Probleme. Die Autorin hat den Gesichtslosen und selten in „Stolz und Voruteil“ erwähnten Dienstboten und Personal in Longbourn Namen und eine Geschichte verpasst.

Hauptperson des Romanes ist Sarah, die davon träumt die Welt zu sehen und etwas zu erleben. Sie möchte nicht nur im Dienste der Familie Bennet zu stehen. Es muss doch auch für sie mehr im Leben geben? Eines Tages taucht dann James auf, welcher als neuer Diener eingestellt wird und ein Geheimnis mitbringt. Anfangs scheint Sarah ihn gar nicht zu mögen und auch ich hatte einige Probleme mit ihrem und seinem Charakter. Allerdings wurden sie mir im Laufe des Buches doch sympatisch. Auch die anderen, wie die kleine Polly oder Mr und Mrs Hill mochte ich sehr gerne. Mit der Zeit lernt man auch James besser kennen. Die Familie Bennet ist genauso dargestellt, wie man sie sich in „Stolz und Vorurteil“ vorstellt. Wobei man mehr und sehr interessante Sachen über Herr Bennet erfährt.

Leider kommt die Geschichte nur sehr langsam in Gang und ich habe sehr lange gebraucht um richtig in das Buch zu finden. Teilweise fand ich es einfach sehr langweilig und das auch noch nachdem ich endlich in die Geschichte gefunden hatte. Zwar mochte ich die Charaktere wirklich aber zwischen durch ist die Geschichte irgendwie immer nur belanglos vor sich hingeplätschert. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass es jetzt spannend oder interessanter werden könnte, wurde aber dann meist enttäuscht. Das harte Leben des Hauspersonals und die Sitten und Bräuche der Zeit werden sehr interessant veranschaulicht aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Ich hatte oft das Gefühl, dass es immer das selbe ist. Auch James Geheimnis habe ich sehr schnell geahnt. Allerdings war seine Geschichte wirklich interessant. Das Ende wiederum fand ich zwar ok aber es war auch nichts besonderes. Es ist allerdings für die einzelnen Personen sehr passend und man erfährt, wie es mit jedem weiter geht.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Auch die Taschenbuchausgabe ist sehr schön geworden. Das Cover ist ein echter Hingucker im Regal.

Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht packen. Ich bin nur sehr langsam mit lesen voran gekommen und hatte oft gar keine richtige Lust weiter zu lesen und das ist bekanntlich nie ein gutes Zeichen. Trotz der sympatischen Charakteren fand ich das Buch einfach stellenweise richtig langweilig. Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen oder sie waren zu hoch oder das Buch ist schlicht nichts für mich gewesen. Somit eine nette Geschichte, vor allem wenn man „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen kennt, aber nichts für mich.

Bewertung: 2 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Vier Farben der Magie“ V. E. Schwab

Verlag:  Tor

Preis: 9,99€

Seiten: 466

ISBN: 978-3-596-29632-3

„Vier Farben der Magie“ ist der erste Teil der Weltenwanderer-Trilogie.

  1. „Vier Farben der Magie“
  2. „Die Verzauberung der Schatten“
  3. „Die Beschwörung des Lichts“

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Die Stadt London gibt es vier Mal…
Das graue London riecht nach Rauch – und nach einem Hauch von Wahnsinn.
Das weiße stinkt nach Blut, nach einem bitteren magischen Kampf.
Das rote duftet nach Rosen, nach Magie und Lebenslust.
Und über das schwarze schweigt man besser.

Der Magier Kell ist einer der letzten Antari, die zwischen den Welten wandern können. Doch als er unwissentlich ein mächtiges Artefakt in seine Heimat schmuggelt, bricht er damit nicht nur ein ungeschriebenes Gesetz seiner Zunft, sondern gefährdet auch das Gleichgewicht der Welten.

Meine Meinung

Auf diesen Fantasyroman habe ich mich schon sehr lange gefreut. Durch Instagram und Youtube bin ich auf die Autorin und diese Reihe aufmerksam geworden und hätte das Buch schon fast während meiner Londonreise gekauft. Allerdings hat der Tor Verlag die Weltenwanderer-Trilogie auf deutsch angekündigt und ich habe direkt zum Erscheinungstermin zugegriffen. Mit einer Freundin zusammen ging es dann auch gleich ans lesen. Meine Freude wurde allerdings beim lesen etwas gedämpft…

Die Welt im Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Die vier verschiedenen London sind sehr unterschiedlich und wirklich spannend und interessant zu entdecken. Wobei man von einem London in diesem Band noch nicht so viel erfährt. Unser Hauptcharakter Kell ist dabei etwas ganz besonderes, denn er ist ein Antari und damit einer der wenigen die zwischen den unterschiedlichen London reisen können. Kell  ist wirklich interessant und hat mir als Charakter gleich gefallen. Er arbeitet für das Königshaus im roten London und überbringt Nachrichten in die anderen Städte. Außer ihm scheint es nur noch einen weiteren Antari zu geben, welcher für die regierenden Geschwister im weißen London arbeitet. Sein Name ist Holland und ich finde er ist einer der interessantesten Charaktere des Buches. Wieso nur noch diese beiden reisen können, hat etwas mit dem schwarzen London zu tun. Allerdings erfährt man von der ganzen Vorgeschichte noch recht wenig in diesem Band. Kell gerät im laufe seiner Reise an einen Gegenstand aus dem schwarzen London und damit geht die Geschichte dann so richtig los. Leider lässt die Spannung sehr lange auf sich warten. Erst im letzten Drittel haben mich die Wendungen so richtig überrascht und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Bis dahin war die ganze Geschichte nicht schlecht, aber mir hat doch etwas gefehlt. Auch trifft Kell im laufe der Geschichte auf Lila aus dem grauen London, welche ein wirklich nerviger Charakter ist anfangs. Gegen Ende konnte ich sie schon etwas mehr verstehen und leiden. Das hat allerdings wirklich lange gedauert und sie ging mir erst sehr oft auf die Nerven. Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Es war sehr spannend und durchaus tragisch. Allerdings ging der Finale Kampf dann recht schnell und ich denke auch das Kell´s letzte Entscheidung keine besonders gute war. Wer das Buch gelesen hat, kann sich vielleicht denken was ich meine. Insgesamt war es ein durchaus abgeschlossenes Ende und ich hätte mir ein etwas offeneres gewünscht, welches mehr Spannung für den zweiten Teil aufbaut.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen und die Kapitel waren nicht zu lang.

Auch die Ausgabe vom Tor Verlag ist sehr schön geworden. Ich liebe das Cover und das Design der Kapitelanfänge. Allerdings hätte ich eine Broschur schöner gefunden, als nur ein Taschenbuch. Am Ende gibt es im übrigen noch eine kleine Leseprobe des zweiten Bandes „Die Verzauberung der Schatten“, welcher am 23.11.2017 erscheinen soll.

Fazit

Leider hat mir bei dem Buch doch streckenweise die Spannung gefehlt und Lila ging mir sehr auf die Nerven. Das konnte auch die wirklich interessante Welt nicht wieder gut machen. Daher kam ich lange nicht so richtig in die Geschichte rein. Die letzten 1/3 des Buches haben mir dann wiederum ziemlich gut gefallen und ich möchte gerne noch mehr über die Welt erfahren und mich interessiert auch sehr wie es mit einigen Charakteren weiter geht. Daher werde ich mir den zweiten Band auf alle Fälle noch holen. Insgesamt also eine gute Fantasystory aber leider kein Highlight für mich.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Rezension: „Bruderlüge“ Kristina Ohlsson


Verlag:  Limes

Preis: 14,99€

Seiten: 444

ISBN: 978-3-8090-2667-9

Link zum Buch

„Bruderlüge“ ist der zweite Teil der zweiteiligen Thrillerreihe um Martin Benner.

  1. „Schwesterherz“ (Rezension)
  2. „Bruderlüge“

VORSICHT! DA ES SICH UM EINEN FOLGEBAND EINER REIHE HANDELT, KANN DIE REZENSION SPOILER BEZÜGLICH DER VORANGEGANGEN BÄNDE ENTHALTEN.

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung

Nachdem der erste Band doch sehr spannend und interessant geendet hatte, war ich umso neugieriger auf den zweiten. Wie würde diese doch sehr aussichtslos wirkende Story ihr Ende finden?

Es beginnt alles mit einer kleinen gut eingebunden Zusammenfassung von Schwesterherz. Eine sehr gute und hilfreiche Idee. Danach ging es gleich nahtlos weiter mit der eigentlichen Geschichte. Obwohl Martin seine Belle wieder hat, ist er immer noch sehr in die Enge getrieben. Die Story schreitet rasant voran und diesmal fand ich es an keiner Stelle zu langatmig. Es geschehen weitere Morde, die man wieder Martin in die Schuhe schieben will. Außerdem erfährt man so einige interessante Details aus seiner Vergangenheit in Texas. Die dann auch eine wirklich wichtige Rolle am Ende spielen. Ein wenig überraschend fand ich dies jedoch schon, da ich mich an keine Andeutungen in diese Richtung im ersten Teil erinnern kann. Außerdem zweifeln langsam immer mehr Personen an Martin. Auch seine Beziehung zu Lucy wird schwieriger.

Martin Benner ist mir während der ganzen Geschichte immer sympatischer geworden und man fiebert und leidet wirklich mit ihm mit. Außerdem gibt es noch das große Rätsel um die Identität von Luzifer. Schon während des ersten Teils habe ich immer mitgerätselt und eigene Theorien aufgestellt. Das Ende konnte mich dann aber nochmal wirklich überraschen. Auch wenn es gleichzeitig irgendwie ein ziemliches Klischee war (was sogar Martin erwähnt :-D). Insgesamt hatte der Teil wirklich viele überraschende Wendungen und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Weshalb ich das Buch auch in kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Es gab auch wieder Auszüge aus einem Interview mit Martin und einer freien Journalistin. Diese haben mir wieder sehr gut gefallen und dadurch wurde noch mehr Abwechslung und Spannung reingebracht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wie im ersten Band auch sehr gut gefallen.

Passend zum ersten Teil ist auch Bruderlüge in einer schönen Broschur erschienen. Zusammen im Regal sind die Bücher sicherlich sehr schön anzuschauen.

Fazit

Nach den anfänglichen Schwächen hat mich diese kurze Reihe doch überzeugen und mitreißen können. Vor allem der zweite Band war durchgehend spannend. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wie die Reihe überhaupt enden könnte. Die Lage für Martin erscheint aussichtslos. Auch das Ende konnte mich dann nochmal überzeugen. Insgesamt eine tolle kurze Reihe mit einem sehr spannenden Fall. Nach dem ich Martin Benner als Charakter nun doch noch ins Herz geschlossen habe, würde ich mich glatt über weitere Bücher mit ihm freuen.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Rezension: „Der schwarze Thron – Die Schwestern“ von Kendare Blake


Verlag:  Penhaligon

Preis: 14,99€

Seiten: 447

ISBN: 9783764531447

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„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ ist der erste Teil der zweiteiligen Fantasyreihe.

  1. „Der schwarze Thron – Die Schwestern“
  2. „Der schwarze Thron – Die Königin“

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Meine Meinung

Ich bin durch Instagram auf das Buch aufmerksam geworden. Auf einmal hatte es jeder gelesen. Als Fantasyfan war ich natürlich sofort interessiert und bin mit doch recht hohen Erwartungen an das Buch gegangen.

Die Story hat mich sofort angesprochen. Drei Schwestern mit sehr unterschiedlichen, aber alles sehr coolen Begabungen, die sich gegenseitig töten sollen um den Thron ihres Reiches zu besteigen.

Anfangs lernt man erst einmal nach einander die Schwestern kennen. Mirabella die Elementwandlerin, Katharine die Giftmischerin und Arsinoe die Naturbegabte sind alles wirklich interessante Charaktere. Allerdings so richtig sympatisch sind mir alle nicht. Aber es ist auch keiner so unsympathisch, das man nicht mit ihm mitfiebern würde. Weiterhin hält die Story auch sehr interessante und tolle Nebencharaktere bereit. Das Buch braucht anfangs ein wenig bis die Story so richtig in fahrt kommt. Allerdings hat mir das gut gefallen. Man lernt alle Charaktere und alle Hintergründe kennen und kann dann so richtig in den wirklich spanenden zweiten Teil einsteigen. Dort erlebt man dann das große Beltanfest und das Jahr des Aufstieges beginnt, in dem sich die Schwestern gegenseitig töten sollen. Vor allem das Ende hat mich nochmal sehr überrascht. Die Story hatte eigentlich alles was ich erwartet habe, Intriegen, Drama und auch Action. Entgegen meiner Befürchtungen hat mich auch die ein oder andere Romanze nicht gestört.

Die Welt im allgemeinen finde ich sehr interessant. Die Insel Fennbirn ist sehr mysteriös mit ihrer Königin, welche meistens Drillinge bekommt. Die dann bei verschiedenen Familien aufwachsen, je nach ihrer Begabung und sich auf ihr Jahr des Aufstieges vorbereiten. Auch gibt es noch einen Rat, der im Grunde regiert und die Priesterinnen. Die Begabungen an sich finde ich auch sehr spannend. Die Naturbegabten können zum Beispiel gut mit Pflanzen und Tieren umgehen. Sie lassen Blumen blühen oder erhalten einen Strauß länger am leben. Außerdem kommt im Laufe ihres Lebens ihr Familiaris zu ihnen. Dies kann jedes mögliche Tier sein und mit diesem besteht dann eine besondere Verbindung. Außerdem gibt es noch weitere Begabungen, wie die seltene Gabe des Krieges. Die Welt außerhalb der Insel wiederum klingt recht normal und die Bewohner können auch nur unter bestimmten Voraussetzungen die Insel überhaupt finden. Ich denke das die Welt noch einige Geheimnisse bereit hält und bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Die Kapitel sind abwechseln aus der Sicht der verschiedenen Schwestern oder ihrer Lager.

Auch die Aufmachung als Broschur mit einer schönen Karte gefällt mir. Besonders finde ich das Cover, welches zusammen mit dem zweiten Teil nebeneinander die komplette Krone darstellt.

Fazit

Mal eine etwas andere Fantasystory mit einer interessanten Welt. Der Anfang ist etwas langsamer und nicht so spannend. Allerdings werden die Charaktere und die Welt sehr gut eingeführt. Gegen Ende wird es dann auch nochmal richtig spannend und nach dem Ende würde ich jetzt am liebsten direkt weiter lesen. Der zweite Teil „Der schwarze Thron – Die Königin“ soll am 25.09.2017 bei Penhaligon erscheinen. Ich wäre übrigens gerne eine Naturbegabte 😉

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

Rezension: „Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson


Verlag:  Limes

Preis: 14,99€

Seiten: 479

ISBN: 9783809026631

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„Schwesterherz“ ist der erste Teil der zweiteiligen Thrillerreihe um Martin Benner.

  1. „Schwesterherz“
  2. „Bruderlüge“ (Rezension)

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Am Tag, an dem diese Geschichte ihren Anfang nimmt, regnet es. Ein verzweifelter Mann stürmt ins Büro von Martin Benner und bittet den Anwalt, einen Fall zu übernehmen. Den seiner Schwester, einer fünffachen Serienmörderin, bekannt als Sara Texas. Allerdings gibt es einen Haken: Seine Schwester ist längst tot. Und niemand weiß, warum ihr kleiner Sohn seitdem verschwunden ist. Nur wenn dieser aussichtslose Fall erneut aufgerollt wird, kann das Kind gerettet werden. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an…

Meine Meinung

„Schwesterherz“ ist mein erster Thriller von Kristina Ohlsson, welche schon einige weitere Reihen geschrieben hat. Ich habe schon sehr viel gutes von ihren Büchern gehört  und war dementsprechend gespannt auf den Auftakt ihrer Dilogie.

Leider konnte mich das Buch am Anfang gar nicht so richtig fesseln. Martin Benner war mir zu arrogant und unsympathisch. Seine Frauengeschichten und Anbagger-touren fand ich schon fast nervig. Außerdem hat es mir an Spannung gefehlt. Ich fand der Thriller hat ziemlich lange gebraucht um so richtig in fahrt zu kommen. Allgemein hatte ich sehr lange das Gefühl überhaupt keinen Plan zu haben, was hinter all dem stecken könnte. Man tappt sehr im dunkeln umher.

Mit der Zeit konnte ich mich allerdings mit Martin anfreunden und auch die anderen Hauptcharaktere, wie Lucy und Belle fand ich sehr sympatisch. Ich habe außerdem das Gefühl das Martin eine richtige Entwicklung im laufe des Buches durchmacht. Und spätestens als er dann richtig in die ganze Story rein gezogen wird, hatte mich der Thriller gepackt. Es baut sich mit der Zeit eine bedrückendere Atmosphäre auf und ein Gefühl das die Charaktere immer Beobachtet werden. Die Story hatte außerdem einige überraschende Wendungen für mich und einige sehr tragische. Allerdings fand ich auch das die Spannung zwischendurch immer wieder sehr abgeflacht ist.

Etwas skeptisch war ich gegenüber dem Ende. Irgendwie kam man dem ganzen Geheimnis nur sehr langsam näher aber das Ende des Buches war bald erreicht. Zwar handelt es sich um eine Dilogie aber irgendwie erwartet man gegen Ende doch nochmal einen Höhepunkt. Und genau diesen bekam ich auch. Das Ende hat mir wirklich gut gefallen. Es werden einige Fragen geklärt und neue aufgeworfen. Die ganze Richtung in Martins Ermittlungen hat sich noch einmal gewendet.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Abschriften eines Interviews zwischen Martin Benner und einem freien Jornalisten, welche immer mal im Buch zu finden sind. Sie haben Abwechslung reingebracht und waren sehr interessant zu lesen.

Auch klasse fand ich den Schreibstil der Autorin. Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen.

Der Thriller ist in einer schönen Broschur erschienen, mit einem sehr passendem Cover. Der zweite Band  „Bruderlüge“ soll am 13.06.2017 beim Limes Verlag erscheinen.

Fazit

Trotz der Enttäuschung am Anfang konnte mich der Thriller doch noch mitreißen und überzeugen. Mit Martin konnte ich mich dann doch anfreunden und die Geschichte wird auch immer verworrener und spannender. Nach dem richtig gutem Ende freue ich mich auch schon auf den zweiten Teil „Bruderlüge“. Ich bin sehr gespannt wie sich das ganze enträtseln wird.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Jenseits der Schatten“ von Brent Weeks


Verlag:  Blanvalet

Preis: 15,00€

Seiten: 699

ISBN: 9783442266302

„Jenseits der Schatten“ ist der dritte Band der Schatten-Trilogie.

  1. Der Weg in die Schatten (Rezension)
  2. Am Rande der Schatten (Rezension)
  3. Jenseits der Schatten

VORSICHT! DA ES SICH UM EINEN FOLGEBAND EINER REIHE HANDELT, KANN DIE REZENSION SPOILER BEZÜGLICH DER VORANGEGANGEN BÄNDE ENTHALTEN.

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Eigentlich hat Kylar Stern der verhassten Kunst des Tötens für immer abgeschworen – bis er erkannte, dass sein mörderisches Talent das Einzige ist, was all jene, die er liebt, vor dem Untergang bewahren könnte. Allerdings ahnt der ehemalige Gassenjunge, dass er diesen letzten Auftrag wohl nicht zu Ende bringen kann. Denn die Ermordung einer Göttin übersteigt selbst die Fähigkeiten des besten Assassinen der Welt. Doch tief in seinem Herzen wusste Kylar schon immer, dass sich  sein Schicksal in den Schatten erfüllen würde…

Meine Meinung

„Jenseits der Schatten“ ist der Abschlussband der Schatten-Trilogie und lässt mich mit einem weinendem und einem lachendem Auge zurück. Mit der Zeit hat man die Charaktere sehr lieb gewonnen und hängt an ihnen, so das man eigentlich gar nicht möchte das die Reihe schon zu Ende ist.

Der Band führt die Story des zweiten Buches nahtlos weiter und beinahe direkt nach dem Ende des zweiten Bandes. Man erlebt wiedereinmal den weiteren Werdegang von Logan und Kylar und vielen anderen tollen Charakteren. Man begleitet Logan auf seinem Weg zum König, welchen ich sehr spannend fand. Außerdem natürlich Kylars weiter Weg. Interessant fand ich wie es mit ihm und Vi weiterging und auch mit ihm und Elene. Auch von Solon, Feir und Dorian erfährt man endlich deutlich mehr. Vor allem Dorians Geschichte hat mich fasziniert und sehr bewegt. Er hat sich für mich von einem eher seltsamen und nicht so sympathischen Charakter zu einem meiner Lieblinge entwickelt. Aber ich habe auch sehr mit ihm gelitten… Sehr gefreut hat mich das Durzo wieder aufgetaucht ist und man deutlich mehr über ihn, seine Vergangenheit und allgemein die Geschichte von Midcyru erfährt. Es werden sehr viele Fragen im Bezug auf Curoch, Vergeltung und den Ka´kari geklärt. Man lernt auch die verschiedenen Länder Midcyru und die unterschiedlichen Völker besser kennen.

Am Ende gab es dann eine für Fantasystories, wie ich finde typische große Schlacht. Welche allerdings unheimlich spannend und mitreißen, ist mit vielen verschiedenen Parteien. Die Kämpfe waren auch keinesfalls zu lang. Viel mehr wurde sich auf die Beziehungen, Planung und bestimmte Ereignisse konzentriert. Es war unheimlich toll zu sehen wie alle Personen nach und nach aufeinander getroffen sind und das Ende fand ich sehr gelungen. Ich konnte das Buch die letzten 100 Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war sowohl sehr schön als auch sehr traurig. Es werden nochmal einige Geheimnisse gelüftet, welche ich sehr spannend fand. Vor allem um den Wolf und… den Rest verrate ich lieber mal nicht. Lasst euch überraschen. Gefreut hat mich auch, dass man im Epilog noch einmal kurz erfährt was aus den einzelnen Charakteren wird. Das hat die ganze Sache schön abgerundet und ich liebe so etwas.

Der Schreibstil von Brent Weeks hat mir wieder sehr gut gefallen. Er kann einfach sowohl düstere und brutale, also auch berührende, traurige und romantische Szenen rüberbringen.

Auch der dritte Band ist wieder in einer schönen Broschur erschienen mit einer Karte von Midcyru. Leider passt meine Ausgabe nicht so gut zu den anderen beiden Teilen, weil auf dem Buchrücken im Gegensatz zu den anderen Büchern der Charakter vom Cover nicht noch einmal abgebildet ist. Wahrscheinlich eine Kleinigkeit, aber mich stört es immer ein wenig, wenn die Bücher einer Reihe nicht perfekt zusammen passen.

Fazit

Ein toller Abschluss einer sehr guten und düsteren Fantasyreihe. Am meisten begeistert haben mich wirklich Brent Weeks Charaktere. Der Abschied von ihnen ist mir unheimlich schwer gefallen. Im Interview, das im ersten Band der Reihe veröffentlicht  ist, meint Brent Weeks das er die Welt von Midcyru noch einmal besuchen wird. Ich würde mich auf alle Fälle sehr darüber freuen. Abschließend kann ich die Reihe nur empfehlen und freue mich schon auf seine nächste Reihe. Der erste Band davon steht schon bei mir im Regal.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension „The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“ JP Delaney


Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 13,00€

Seiten: 399

ISBN: 9783328100997

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Inhaltsangabe (Klappentext)

 Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Meine Meinung

„The Girl Before“ ist mal wieder ein Thriller der mich richtig gefesselt hat. Schon nach den ersten Kapiteln konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Eigentlich hatte ich mir irgendwie etwas anderes bei dem Buch vorgestellt, aber es hat mich sehr positiv überrascht.

Die Story wird abwechseln aus der Sicht von Emma und Jane erzählt. Jeweils ein Kapitel Emma, welche die verstorbene Vormieterin ist und dann wieder ein Kapitel Jane, welche jetzt neu in das Haus ziehen möchte. Durch diesen schnellen wechsel und zum teil sehr kurze Kapitel hat sich der Thriller sehr flüssig gelesen und war immer unheimlich spannend. Man erlebt mit wie beide Frauen sich um das Haus bewerben und dann auch dort einziehen. Ich fand es sehr interessant das man das Leben der beiden sozusagen parallel liest und dadurch mit der Zeit immer mehr Sachen aufgedeckt werden.

Auch  das Haus ist etwas besonderes. Aber das sollte jeder selbst erleben. Ich würde allerdings nicht darin wohnen wollen oder könnte es wahrscheinlich auch gar nicht. Die Regeln wären absolut nichts für mich, aus vielen Gründen. Allgemein werden in dem Thriller auch der Minimalismus und Technik thematisiert.

Natürlich spielt auch der Besitzer und Architekt des Hauses eine große Rolle in dem Thriller. Unheimlich lange konnte ich mich nicht entscheiden, was ich von ihm halten sollte. Er hat unter anderem ein seltsames Auswahlsystem für sein Haus und unheimlich viele Regeln für die Mieter. In dem Buch sind auch immer wieder Fragen aus beispielsweise seinem Fragebogen zu finden. Was ich sehr cool fand und diese Fragen sind auch wirklich eher außergewöhnlich.

Würdest du dich selbst opfern, um zehn unschuldige Fremde zu retten? Was, wenn es zehntausend wären? („The Girl Before“ JP Delaney)

Auch die anderen Personen sind alles andere als einfach zu durchschauen. Emma ging mir irgendwie von Anfang an besonders auf die nerven. Jane hingegen war mir deutlich sympatischer. Trotzdem habe ich beide Sichten sehr gerne gelesen. Beide waren sehr spannend. Allgemein haben alle Charaktere in dem Thriller ziemliche Probleme, was das ganze wirklich interessant macht.

Ich konnte bei dem Thriller wiedermal so richtig miträtseln. Immer wenn ich dachte die Lösung des Rätsels zu haben, wurde ich doch wieder überrascht. Es gab einige Wendungen die ich so nicht erwartet hatte. Auch das Ende war nochmal eine Überraschung und hat mir gut gefallen.

„The Girl Before“ ist in einer hübschen Broschur erschienen mit einem coolen Cover, welches wirklich gut zum Inhalt passt.

Fazit

Ein Thriller der definitiv zu meinen Jahreshighlights dieses Jahr zu zählen ist. Er hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Daher kann ich Fans des Genre dieses Buch meiner Meinung nach absolut empfehlen. Für mich war dieser Thriller mal etwas anders und neues. Ich hoffe daher auf weitere Thriller der Autorin. Außerdem soll bereits eine Verfilmung durch den Regisseur Ron Howard in Planung sein.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.