Rezension: „So brauch ich Gewalt“ von Stefanie Mühlsteph

Verlag: Papierverzierer

Preis: 3,99€ (eBook)

Seiten: 425

Inhaltsangabe

„Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
und wiegen und tanzen und singen dich ein!“

Es ist das Jahr 1837. Eine Geheimorganisation mit dem Namen Sealgair agiert in und um London, um die Machtverhältnisse der Reichen, der Krone und des Staates im Gleichgewicht zu halten.
Nicht nur um ihre Eltern zu rächen, bleibt Megan Teil der Organisation, der man nachsagt, dass sie die gesamte Londoner Unterwelt kontrollieren würde. Sie ist noch keine einundzwanzig Jahre alt und bringt trotzdem jahrelange Berufserfahrung als Auftragsmörderin mit. Unter dem Decknamen „Black Widow“ führt sie ihre blutigen Aufträge im Alleingang durch.
Doch auf einmal wird „Black Widow“ zum Schutz einer einflussreichen Person abgestellt, die eine andere Sealgaira mit dem Namen „Hawk“ eliminieren soll. So beginnt ein Spiel aus Intrigen, Verfolgungsjagden und zu ergründenden Geheimnissen, bei dem sie doch von ihrem sonst so subtilen Vorgehen abweichen muss. Denn manchmal braucht es eben doch Gewalt …

Meine Meinung

Mein eReader begleitet mich immer auf dem Weg zu meiner Arbeit. Die letzte Zeit verbrachte ich die langweiligen Zugfahrten in London bei den Auftragsmördern der Sealgair…

Man bekommt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von den beiden Auftragsmördern Black Widow und Hawk erzählt. Die beiden sind wirklich sehr unterschiedliche Charaktere. Black Widow ist die Schlaue und Gerissene, welche alles durchdenkt. Hawk hingegen ist eher impulsiv und direkt. Weshalb es auch wirklich interessant und teilweise amüsant wird, als beide zusammenarbeiten müssen. Man begleitet die Beiden bei ihren Aufträgen und bekommt so auch immer mehr über ihre Vergangenheit heraus. Außerdem scheint etwas bei den Sealgair falsch zu laufen und was hat das mit den beiden Mörderinnen zu tun?

Ich mochte die beiden Hauptpersonen wirklich gerne. Wobei Hawk mich manchmal mit ihrer Art doch etwas genervt hat. Insgesamt ist die Story durchweg spannend gehalten und ich habe gerne mit den Charakteren mitgefiebert. Man merkt den Charakteren auch eine deutliche Entwicklung an und es gibt ein paar überraschende Wendungen in der Geschichte. Wobei mir das Ende aber irgendwie etwas schnell kam und von mir aus hätte ich gerne noch mehr über die Sealgair erfahren. Auch die Atmosphäre im Buch und London als Schauplatz haben mir gut gefallen. Ich würde mir durchaus eine Fortsetzung wünschen.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Das Buch lies sich sehr flüssig und schnell lesen. Trotz meiner morgendlichen Müdigkeit im Zug bin ich immer begeistert durch die angenehm kurzen Kapitel geflogen. Außerdem ist das Cover wirklich sehr schön und auch sehr passend geworden. Normalerweise erstrahlt es außerdem in einem schönen Rot. Allerdings sieht man das leider nicht auf meinem eReader.

Fazit

Ich habe die Geschichte der beiden Auftragsmörderinnen sehr gerne verfolgt und kann das Buch empfehlen. Vor allem für Leute, die wie ich gerne düstere Geschichten in London, Geheimorganisationen und starke Frauencharaktere mögen. Vielleicht erfährt man auch irgendwann noch mehr von den Sealgair.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar.

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