Rezension: „Grandhotel Angst“ von Emma Garnier

Verlag:  Penguin Verlag

Preis: 13,00€

Seiten: 318

ISBN: 978-3-328-10088-1

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Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist fasziniert von den eleganten Gästen, dem Blick aufs funkelnde Meer und dem großartigen Gebäude. Doch dieses birgt eine unheimliche Legende, die Nell schon bald in ihren Bann zieht. Als ein Hotelgast überraschend stirbt, beginnt sie nachzuforschen und stößt auf eine Intrige aus Schuld und Verrat, in die auch ihr Mann Oliver verwickelt scheint. Bis Nell plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben…

Meine Meinung

Grandhotel Angst ist ein ungewöhnlicher Name für ein Hotel, der mich auch auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Das Ganze klingt schon leicht unheimlich und wir haben hier auch eine Mischung zwischen Krimi, Geister- und Liebesgeschichte.

Die beiden Hauptcharaktere Nell und Oliver sind frisch verheiratet und verbringen ihre Flitterwochen im Grandhotel Angst. Was am Anfang wie ein traumhafter Urlaub für Nell erscheint, wird bald jedoch zu einem Alptraum für sie. Das Hotel soll von einem Geist heimgesucht werden. Nell beginnt sich immer mehr dafür zu interessieren und bald weiß auch der Leser nicht mehr, ob es wirklich nur eine Gruselgeschichte ist. Außerdem passiert ein grausamer Mord im Hotel und ihr Mann Oliver kannte auch noch den Verstorbenen. Auch ein weiterer Bekannter ihres Mannes mischt mit in der Sache. Allgemein weiß man während des Lesens nie so ganz was man von Oliver halten soll. Nell verzweifelt immer mehr und man rätselt was nun wirklich dahinter steckt. Bildet sie sich alles vielleicht nur ein? Hat ein Geist von ihr Besitz ergriffen? Steckt vielleicht doch etwas anderes hinter allem? Wem kann sie eigentlich trauen? Eine verzwickte Story, die mich wirklich fesseln konnte. Wem kann man trauen? Wer spielt vielleicht ein falsches Spiel? Oder gibt es wirklich Geister? Aber das sollte jeder selbst herausfinden. Das Ende konnte mich dann nochmal fesseln und überraschen. Auch hat mir das Flair des Buches wirklich gefallen, welches im Jahr 1899 spielt.

Einzig Nell, aus deren Sicht wir alles erfahren, hat mich manchmal genervt. Sie war mir teilweise zu naiv und anstrengend. Allerdings macht sie doch eine Entwicklung im laufe des Romans doch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, da es wirklich spannend geschrieben ist.

Auch die Aufmachung ist sehr schön. Das Cover spricht mich sofort an und es ist eine Broschur mit Bildern des Grandhotel Angst auf der Innenseite. Das Hotel gibt es im übrigen wirklich, wie man im Nachwort der Autorin erfahren kann. Hier findet man auch noch ein paar interessante Infos.

Fazit

Ein spannender Roman der zum miträtseln anregt und wirklich Spaß macht. Für mich vor allem eine schöne Sommerlektüre, die ich weiterempfehlen kann. Einziger Minuspunkt für mich war wohl die etwas nervige Hauptcharakterin. Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.