Rezension: „Eisiges Runengrab“ von Robert J. Mrazek


Verlag:  Bastei Lübbe

Preis: 9,99€

Seiten: 398

ISBN: 978-3404173792

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Grönland. Ein Expeditionsteam entdeckt im Gletschereis eine Sensation: eine Grabhöhle mit neun gut erhaltenen Wikingermumien und einer mysteriösen Runentafel. Während Runenexpertin Lexy Vaughan versucht, die Botschaft zu entschlüsseln, wird das Forschungscamp von einem bewaffneten Kommando überfallen. Außer Lexy überlebt nur der Pilot Steven Macaulay den Überfall. Gemeinsam versuchen sie, sich selbst und ihre Entdeckung in Sicherheit zu bringen – und geraten dabei ins Visier eines Geheimbundes, der vor nichts zurückschreckt …

Meine Meinung

Ich bin ein Fan von Verschwörungsthrillern. Dan Brown hat mich damals (wie wahrscheinlich viele) so richtig mit seinen Büchern in den Bann gezogen und ich freue mich schon auf sein nächstes. Auch bei „Eisiges Runengrab“ handelt es sich um einen soliden Verschwörungsthriller. Der mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte.

Die beiden Hauptcharaktere die Runenexpertin Lexy Vaughan und der Pilot Steven Macaulay lernen sich im Laufe einer Grönlandexpedition kennen und werden zu einem wirklich sympatischen Team im Laufe einiger schrecklicher Ereignisse. Sie sind mir echt ans Herz gewachsen und man fiebert mit ihnen mit. Auch ein paar der Nebencharaktere fand ich richtig spitze, vor allem den Hund Hap Arnorld.

Das Buch ist insgesamt sehr spannend und regelrecht wie ein Actionfilm geschrieben. Allerdings hatte ich trotzdem das Gefühl das mir etwas fehlt. Manchmal empfand ich es einfach als zu Vorhersehbar. Der Geheimbund war für mich insgesamt etwas zu flach. Seine Ziele waren einem recht schnell klar und auch die Umsetzung. Das hat mich einfach nicht genug überrascht. Auch hat mir irgendwie ein Aspekt des Miträtselns gefehlt oder die große Überraschung, wenn das Rätsel gelöst ist. Zwar wird im Laufe des Thrillers eine Runentafel entschlüsselt. Allerdings weiß man schon recht früh was diese preisgibt und es kommt mehr auf das wo an. Der Thriller ist insgesamt ein bisschen wie eine Schatzsuche. Interessant fand ich aber das es um die Wikinger geht. Das ist mal etwas anderes. Vor allem der Anfang des Thrillers hat mich gefesselt. Es wurde sehr schnell spannend und dramatisch. Allerdings wurde es dann immer Vorhersehbarer und auch etwas seltsam. Einen gewissen Charakter am Ende fand ich verwirrend. Er tauchte plötzlich auf und hilft sofort einfach so Lexy und Steven. Irgendwie wirkte sein Handeln unlogisch und seltsam auf mich. Wer das Buch gelesen hat, weiß sicherlich wen ich meine. Den anderen möchte ich natürlich nicht zuviel verraten ;-)

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch. Die Kapitel sind sehr kurz und insgesamt sehr spannend geschrieben. Die Perspektive wechselt immer mal zwischen Lexy und Steven und dem Geheimbund.

Dieses Jahr soll auch noch ein weiter Thriller des Autoren bei Bastei Lübbe erscheinen. „Der Fluch der Knochenjäger“ soll am 29.09.2017 erhältlich sein. Lexy und Stevens scheinen auch wieder mit von der Partie zu sein :-)

Fazit

Insgesamt ein solider und actionreicher Verschwörungsthriller. Den ich wirklich schnell gelesen hatte. Leider hat er nicht ganz meine Erwartungen erfüllt und in meinen Augen ein paar Minuspunkte. Allerdings hatte ich trotzdem Spaß beim lesen und ich werde mir sicher auch mal den nächsten Thriller des Autoren ansehen. Denn die Charaktere fand ich wirklich sympathisch. Fans von Verschwörungs- und archäologischen Thrillern kann ich „Eisiges Runengrab“ durchaus empfehlen.

Bewertung: 3 von 5 Sterne