Rezension: „Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks

Verlag:  Blanvalet

Preis: 16,00€

Seiten: 703

ISBN: 978-3442266289

„Der Weg in die Schatten“ ist der erste Band der Schatten-Trilogie.

  1. Der Weg in die Schatten
  2. Am Rande der Schatten (Rezension)
  3. Jenseits der Schatten (Rezension)

Inhaltsangabe (Buchrückseite)

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …

Meine Meinung

Die Schatten-Triologie von Brent Weeks ist eine Darkfantasy-Reihe und beginnt schon sehr düster und brutal. Ich kam gut in das Buch rein und war sofort gefesselt von der Erzählung um Azoths Kindheit und wie er an Durzo Blint geraten ist. Man begleitet Azoth von klein auf und er war mir auch sofort sympatisch, wie auch seine Freunde Jarl und das Puppenmädchen. Im laufe des Buches muss Azoth schreckliche Dinge durchmachen und man leidet mit ihm. Allgemein ist das Buch nichts für schwache nerven. Die Welt ist äußerst brutal und rücksichtslos. Auch schreckt Brent Weeks nicht davor zurück einige seiner Charaktere sterben zu lassen. Öfter  hat es mir wirklich das Herz zerrissen :-( Viele seiner Charaktere lassen sich nicht einfach in Schwarz und Weiß oder Gut und Böse unterteilen (es gibt allerdings auch wirklich widerwertige und schreckliche Charaktere…). Man lernt sie und ihre Beweggründe mit der Zeit immer besser kennen. Durzo Blint ist zum Beispiel so ein geheimnisvoller Charakter und ich wusste nie so richtig was ich von ihm halten sollte. Irgendwie hat er sich aber trotzdem zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Auch Azoth ist bei weitem kein Held. Seine Entwicklung im Laufe des Buches finde ich sehr interessant und ich bin gespannt wie es mit ihm weiter geht. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl nicht ganz durchzublicken wo die Geschichte hingehen soll. Der rote Faden hat mir da etwas gefehlt und die Spannung blieb dadurch nicht ganz aufrecht. Allerdings eskaliert es ab etwa der Hälfte des Buches auf einmal sehr und wurde wieder unheimlich spannend und mitreißend. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war vom Ende sowohl schockiert als auch begeistert. Natürlich musste dann auch sofort der zweite Band gekauft werden.

Der Schreibstil von Brent Weeks hat mir durchweg sehr gut gefallen. Er schafft es unheimlich gut eine wirklich düstere Stimmung und glaubwürdige Charaktere einzufangen. Ich habe mit den Charakteren gehofft, getrauert und gekämpft. Auch bekommt man nie die vollen Informationen und ist immer am miträtseln und zweifeln und am Ende war ich dann oft überrascht oder gar geschockt.

Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Ich bin sowieso ein Fan von Broschuren und hier findet sich auf der Innenseite (vorne und hinten) jeweils noch eine Karte der Welt Midcyru. Die ersten Seiten und die Kapitelanfänge sind auch mit sehr coolen Nebelschleiern,wie auch auf dem Cover zu sehen sind gestaltet. Außerdem ist hinten noch ein Interview mit dem Autor enthalten, welches mir gut gefallen hat.

Fazit

Eine toller Auftakt zu einer Darkfantasy-Triologie. Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände. Trotz das ich zwischendurch das Gefühl hatte die Spannung sei etwas raus, hat mich das Buch insgesamt sehr begeistert und mir schlaflose Nächte bereitet. Ich würde das Buch jedem Fantasyfan empfehlen, der auch mit einer düsteren und brutalen Welt klar kommt. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht :-)

Bewertung: 4 von 5 Sterne

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